Hund zerkaut Bettwäsche

Angelika-Marie

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Suche Tipps gegen Zerbeissen von Bettzeug!

Hallo, ich glaube, ich hatte es bei Aladin schon mal beschrieben, als ich (in dem Thread : "Hund zuckt") davon erzählte, dass er ein Angsthund ist. Ich kenne das "Zerbeissen" nämlich schon von einem alten Pflege-Neufundländer, der vorher ein schweres Schicksal hatte. Der schnappte sich nachts immer ( auch durchaus heimlich) Kissen oder Decken, legte seinen schweren Kopf drauf und weinte und sabberte. Am Morgen waren die dann komplett durchnässt und zerbissen. Es war, als würde er Trost dabei für sich finden.
Das wurde aber mit der Zeit bei mir immer seltener, und als ich eine TOP-Familie für ihn gefunden hatte, hörte es ganz auf.

Aladin habe ich jetzt im achten Jahr, er düfte etwa 11/12 sein, und dieser - Schweinehund!- er macht es immer noch!
Es wird sogar täglich schlimmer!
Es scheint sich jetzt um eine Art "Angewohnheit" zu handeln?

Ich habe es einmal ( aus einem Versteck hinter der Tür) beobachten können: er ordnet sich dann einen weichen Oberbettzipfel ( oben mit den Zähnen hochziehend und unten mit den Pfoten zusammendrückend) zwischen zwei Pfoten, in diesen Zipfel beisst er dann rein, kaut auf ihm herum und - frisst ihn schier auf! Zurück bleiben große ( und kleinere Löcher) im Federbett, und am Morgen fühle ich mich dann wie Frau Holle, weil es unter der Bettdecke, und über der Bettdecke, lauter winzige weiße Daunen schneit, die mir in der Nase, im Mund, an den Wimpern und in den Ohren hängen.
So habe ich seit Jahren schon weißes Nähgarn und Nadel neben dem Bett liegen, um morgens die größten Löcher zu stopfen.

Bevor aber das Federbett ein nächtliches Loch bekommt, ist erst mal der Bettbezug dran. Ich habe schöne alte Bettbezüge, und die ersten Jahre habe ich mit der Nähmaschine Flicken auf die Löcher gesetzt. Inzwischen liegt aber das Nähzimmer voll mit durchlöcherten Bettbezügen, und ich habe - offengestanden - keine Lust mehr!

Nun war es so, dass der Hund in den ersten Jahren vor allem das weiche Winterbett zerbiss, mit den Dauen darin, so dass ich hoffte, wenn ich jetzt im Mai auf das Sommerbett wechsele, bleibt die Beisserei aus. Wie in den Jahren vorher schon immer so gewesen. Das Sommerbett ist eine Steppdecke mit Baumwolle darin und oberseits einer glänzenden Satinoberfläche.
Es wird so bezogen, dass die weißen Bezüge in der Mitte eine große salinoförmige Aussparung haben, damit man den dunkelroten Satin sehen kann. Um diese Aussparung sind sie am Rande weiß bestickt.

Na, dieses Jahr hat sich Aladin auch des Sommerbettes angenommen, und ich kann die schönen, hochwertigen - nun durchlöcherten - Bezüge eigentlich nicht mehr retten. *kopfschüttel*
In meiner Verzweiflung habe ich dann einen alten, braun-grünen, starken Vorhangstoff aus der Mottenkiste gezogen, und halte damit mein Bett immer bedeckt. Er scheint dem Hund gut zu schmecken. Es sind inzwischen mehr Löcher darin, als noch Substanz da ist.

Den Höhepunkt erreichte die Sache für mich aber vorgestern: Ich hatte mir im letzten Herbst einen Kaftan genäht, aus so einer billigen Schmusedecke, 100% Kunststoff, aber eben weich mit Hochfloor, gut zum Überstreifen, wenn ich früh am morgen mal in den Keller oder sonstwohin ins Kalte muss.
Habe ich den gestern Abend, als es nach dem heißen Tag etwas kühler wurde, übergestreift, und stellte fest, dass ich nun sieben Öffnungen hatte, durch die ich die Arme rausstecken konnte. Er war zerbissen! Gut durchlöchert. :-(((
Dabei lag der Kaftan gar nicht auf dem Bett, sondern in einem Wäschekorb daneben!

Folgendes habe ich getan, um Aladins nächtliche Kauwut zu begrenzen:
1. Kauknochen diverser Arten und Abstammung angeschafft - sie werden links liegen gelassen.
2. Tadeln, klar! Er weiß, dass er nicht zerbeissen soll! Verkrümelt sich auch immer rasch, wenn ich ihm ein Loch zeige und etwas zornig werde. Hilft aber nix.
4. Homöopathie:
Gegen Ängste gibt es für ihn Phosphorus, gegen "Zerbeissen" Pulsatilla. Hilft beides nichts.

Ich vermute, dass der Hund Schmerzen hat, denn das Zerbeissen ist seit dem letzten Jahr schlimmer geworden, als feststand, dass der Hund starke Arthroseschmerzen hat und täglich ein linderndes Medi nehmen muss.
Ich vermute, dass der Hund, durch das nächtliche Zerbeissen, versucht seine Schmerzen abzumildern.
Ich habe noch CBD-Tropfen, die kann ich ihm mal zur Nacht geben. Ausprobieren!

Hat jemand- dankenswerterweise, bitte - noch eine andere Idee?

Geli
 
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Wurden denn die Zähne vom Hund schon mal genauer angeschaut? Eine meiner inzwischen leider schon verstorbenen Katzen hatte FORL. Die Krankheit gibt es seltener auch bei Hunden. Da lösen sich die Zahnwurzeln im Kiefer auf. Sieht man sehr oft leider nur beim Dentalröntgen.
 
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