Hunde vegan ernähren möglich?

Angelika-Marie

Sehr aktives Mitglied
Registriert
14 November 2005
Beiträge
4.791
Ort
Seit 2012 östliches Ruhrgebiet, im platten Land
Also, ICH würde keinen Hund vegan oder vegetarisch ernähren. Es ist einfach nicht artgerecht!
Obwohl sie -auch- Omnivore sind, ist ihr kurzer Darm auf fleischliche Kost eingestellt. Warum also an der Natur, die ihnen seit 14.000 Jahre dieses Verdauungssystem gegeben hat, herummogeln?

Mich erinnert das an den BSE-Skandal vor Jahren. Da wurden Kühen Blut-und Fleischreste von Schafen mit ins Futter gemixt. Wäre nicht aufgefallen, wenn die Schafe nicht vorher an Scrapie erkrankt gewesen wären. Deren Kadaver wurden billig eingekauft und dann ( von der Industrie) zu proteinreichem Mehl verarbeitet. Die Rinder haben es gefressen, weil es ihrem normalen Futter, Silage, Heu, was weiß ich, beigemengt war - und sie auch nichts anderes kriegen konnten.
Wenn sie auf der Weise gestanden hätten, und man ihnen Stücke vom Schaf vorgesetzt hätte, hätten die Rinder, als reine Pflanzenfresser ( mit ihrem langen Pflanzenfresserdarm und ihren zig Mägen) , das Zeug nicht angerührt!
( In Deuschland ist die Zumischung von solch tierischen Proteinen zur Rindernährung - seitdem? - verboten.)

Von daher: Man kann einen Hund auch mit Salat und Haferflocken füttern, denn das Tier will ja leben!
Wenn er nichts anderes bekommt, nimmt er auch das! Und wedelt sogar dabei erfreut mit dem Schwanz!
Haferflocken und Salat ist ja schon mal besser als gar kein Futter.

Aber einem gesunden Hund angemessen, ist es nicht.

Geli
 
Werbung:

lavendelrose

Mitglied
Registriert
2 August 2019
Beiträge
20
Ort
Wien
ich finde es manchmal bedenklich, was viele Leute ihren Hunden alles zum fressen geben... wenn man dann wirklich nur Fleisch-Abfallprodukte kauft, braucht man sich auch nicht wundern, wenn der Hund ein sehr schlechtes Fell bekommt. Oder die Katzen oder wie auch immer. Soll jetzt nicht heißen, dass man Hunde komplett vegan ernähren soll, was ich auch komisch finden würde (außer er "entscheidet" sich dazu), aber auf jeden Fall sollte man schon auch darauf achten, was man den Hunden zu fressen gibt.
 

Margit

Administrator
Teammitglied
Registriert
28 Oktober 2003
Beiträge
9.664
Ort
Salzburg
Hallo!

Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich ein Hund dazu "entscheidet" vegan zu sein. Und ich finde es auch nicht gesund für den Hund, ihn vegan oder vegetarisch zu ernähren. Ich stimme Geli vollkommen zu, das wäre nicht artgerecht!

lg
Margit
 

Sepp6

Sehr aktives Mitglied
Registriert
3 Januar 2013
Beiträge
126
Auch ich finde es falsch, eine Hund vegan zu ernähren.
Die Evolution hat dies anders vorgesehen und wir Menschen sollten da nicht eingreifen.
ABER: Ich würde nur hochwertiges Futter vorsetzen und nicht diesen Dreck, den es leider billigst zu kaufen gibt.
Es empört mich bisweilen, was ich da in Geschäften sehe!
Sepp
 

SanfterRiese

Moderator
Teammitglied
Registriert
24 Februar 2005
Beiträge
5.321
Ort
Salzburg
Schmunzel
Ich habe noch nie gehört dass Wölfe ein Maisfeld gerodet haben 😂😂

Der Hund ist ein fleischfresser
Er kann aus Gemüse etc kaum etwas ziehen, da ihm Enzyme fehlen

Was das hochwertige angeht, kann ich nur berichten , dass auch DAS zu massiven Problemen führen kann

Mein Kangal vertrug kein hochwertiges Futter
Egal ob trocken oder nass ….
Er liebte aber trockene Semmeln in Ziegenmilch und vertrug es mehr wie gut
Dazu mischte ich etwas Trockenfutter
Und er hatte weder Durchfall noch sonst etwas

Meinen möpsen wollte ich anfangs etwas gutes tun
BARF …..
Ein Griff ins Klo 😎
Denn selbst nach der gewöhnungsphase kam es hinten und vorne im Strahl raus 😎

Huhn verträgt kein Hund von mir 😎
Demnach lass ich es weg
Bleibe mir und meinem Bauchgefühl treu
Und fütter wie vor 50 Jahren
Mal trocken
Mal nass
Mal Reste vom Tisch
Und NIE
heute mache ich Euch eine besondere Freude 😂😂
 

Angelika-Marie

Sehr aktives Mitglied
Registriert
14 November 2005
Beiträge
4.791
Ort
Seit 2012 östliches Ruhrgebiet, im platten Land
Bonnie musste ich teilweise - sehr mild! - barfen.

Sie brachte 2005 eine heftige Giardieninfektion aus Spanien mit. Das sind dicke Bakterien, die Löcher in den Darm beissen und für schleimige, blutige Durchfalle sorgen, zu Anfang konnte das durchaus bis zu 10 Mal in der Stunde erfolgen.

Gegen Giardien, die man in Deutschland noch nicht gut kannte, gab es damals noch kein wirklich gutes Mittel. Sie wurden weitgehend mit Metronidazol behandelt ( für Hunde NICHT zugelassen) , was den geschädigten Darm noch mehr ruinierte.
Jedenfalls, diese Giardien lieben eins: nämlich Kohlenhydrate. Also: Kartoffeln, Mais, Weizen, Brot, etc.
Davon werden sie dick und fett und können um so besser zubeissen.
Ich durfte also Bonnie mit Barf-Rindfleisch ( fein) füttern, mit Hühnerleber und Hühnerflügeln*, alles frisch.

Knochen, wie bei Barf erlaubt, vertrug sie gar nicht. Als ich ihr einmal einen halben Barf-Putenhals roh gegeben hatte, musste ich mit ihr zum Tierarzt, weil sie den nicht verdauen konnte.
Es war, bis zu ihrem Lebensende, immer ein heikler Weg, was sie vertragen konnte und was nicht.
Trockenfutter schied für sie ohnehin aus, denn da stecken zu viele Kohlenhydrate drin.
Es war, als sie längst von den Giardien geheilt war, als hätten sich ihr Darm und ihr Körper gemerkt, was einmal für sie schädlich war.

Eine gute Alternative bildeten später ( als es sie endlich gab) diese Dosen mit 100 oder 90 % Fleisch.
Tino hingegen liebte selbstgekochtes! Hach: Kartoffeln mit Resten vom Gulasch, mit Bratensauce und etwas Blumenkohl! Oh, boah! Welche Köstlichkeit! Bonnie mochte auch selbstgekochtes, aber für sie musste ich die Kartoffeln weitgehend rausnehmen. Sonst war es für ihren Darm nicht gut, und sie verweigerte sie auch. Zur sehr großen Freude des Tino! *lach* Der ihre Napfreste gerne auffutterte.

So müssen wir uns wohl immer wieder den Bedürfnissen unserer Hunde anpassen.

Mein jetziger Kurzer, der Aladin, er verträgt alles. Er bekommt morgens ein Viertel gute Dose, und abends Frischfleisch oder selbst gekochtes oder Geflügelwurst. Tagsüber gibt es für ihn auch Leckerchen aus der Trockenfuttertüte. Ich bin froh, dass der so unempfindlich ist!

Oben habe ich mal ein * ( Sternchen) gesetzt, zu dem will ich jetzt was sagen:
Ich selber kann kein Hühnchen oder Hühnerfleisch mehr essen! Es ekelt mich!
Ich weiß nicht, was mit den gezüchteten Hühnern in den letzten 15 Jahren passiert ist, als Nahrung widert mich ihr Fleisch jedenfalls an.
Ich habe gestern noch ein Maishähnchen im Backofen gemacht, auf einem Bett aus Gemüse. Der Sohn hat die Hälfte davon bekommen. Ich habe daran herumgeknuspert und wollte die weiße Brust eigentlich heute mittag mit Mandarinen ( aus der Dose) und Mayonnaise zu Brötchen essen. Ich habe es nicht runterbekommen. Irgendwas muss mit den Hühnern sein, dass man sie nicht mehr essen kann.

Geli
 
Werbung:

Milleflora

Mitglied
Registriert
2 Januar 2021
Beiträge
15
Ort
Niederösterreich
So müssen wir uns wohl immer wieder den Bedürfnissen unserer Hunde anpassen.
So ist es!

Das mit den Hühnern ist mir auch aufgefallen, da schaue ich am Wochenmarkt wobei ich noch nicht auf dem jeweiligen Hof war um zu schauen was wirklich mit den Tieren passiert. Ich erinnere mich, früher hatte fast jeder ein paar Hühner beim Haus und es gibt diesen Trend wieder. Allerdings habe ich selbst nie gelernt ein Huhn zu "erlegen" und von den Federn zu befreien, also bei uns nennt man das "rupfen". Bis zu einem Grad ist das etwas, was man selbst machen sollte, wenn man richtig gutes Fleisch haben will, denn dann weiss man auch mit Sicherheit was gefüttert wurde. Ich habe einmal in einer Doku über den ehemaligen Ostblock gesehen, da sah man Plattenbauten mit Hühnern auf Balkonien :)
Mal sehen, ob es sich durchsetzt.
 
Oben