Hundeführerschein in Linz

Margit

Administrator
Teammitglied
Registriert
28 Oktober 2003
Beiträge
9.664
Ort
Salzburg
Hallo!
Hab das soeben im Radio gehört:

ORF.at schrieb:
Hundebesitzer fürchten um ihre Lieblinge
Zahlreiche Linzer Hundebesitzer sind in Aufruhr, weil ihnen der Magistrat die Haltung ihres Haustieres untersagt, wenn nicht bestimmte Nachweise bis Ende Oktober vorgelegt werden.

600 Hundebesitzer bangen
Hektisch verlaufen ist der Montag im zuständigen Finanzrechts- und Steueramt. Seitdem rund 600 Hundebesitzer in einem Brief aufgefordert wurden, Nachweise über Haftpflichtversicherung und Absolvierung eines Theoriekurses zu erbringen, ist man dort mit zahlreichen telefonischen und persönlichen Anfragen konfrontiert.

Viele bangen um ihren treuen Freund, da sie es bis jetzt verabsäumt haben, entsprechende Nachweise über Haftpflichtversicherung und einen Theoriekurs zu bringen.

Entziehung des Tieres droht
Wenn jemand die erforderlichen Unterlagen nicht rechtzeitig bis Ende Oktober erbringt, droht ihm die Entziehung des Tieres.

"Wenn er keine Haftpflichtversicherung abschließen will, dann bin ich verpflichtet, ihm nicht nur die Hundehaltung zu untersagen, sondern er muss dann nachweisen, dass er den Hund nicht mehr hält", so Dr. Gerhard Schönberger vom Magistrat der Stadt Linz.


Kurse vom Tierschutzverein
Für viele wird es knapp, müssen sie jetzt doch bis Ende Oktober einen Theoriekurs über Hundehaltung absolvieren. Der Tierschutzverein in Linz bietet solche Kurse jetzt an.

Ein Sachkundenachweis-Kurs für Hunde findet am Donnerstag um 20.00 Uhr im Gasthaus Lüftner in Urfahr statt.

Anmeldung unter 0732 / 24 78 87 oder unter 0699 / 102 60 83

Was sagt ihr dazu?
Glaubt ihr das durch so einen "Hundeführerschein" gewährleistet werden kann das der Hund auch richtig gehalten wird?

Oder für was in euren Augen soll dieser Hundeführerschein sonst noch gut sein?

Bin gespannt auf eure Meinungen!
Und vielleicht sind ja hier sogar Betroffene da die ihre Meinung dazu kundtun wollen!?

LG
Margit
 
Werbung:

Devil2000

Aktives Mitglied
Registriert
30 August 2004
Beiträge
37
Ort
Nähe Linz
Hey Margit,

hier geht es nicht um den "Hundeführerschein" sondern um den "Sachkundenachweis", der, so sinnlos er auch ist, nun einmal gesetzlich Pflicht ist. Es gibt eine kleine Gruppierung, die darum kämpft, dass ein vernünftiger "Hundeführerschein" in Österreich eingeführt wird, der dem CGC aus den USA angelehnt ist. Hier geht es nicht um irgendwelche Drill-Übungen wie "Sitz", "Platz", "Bei Fuß" auf irgendeinem Platz, sondern um alltagstaugliche Übungen, die Halter und Hund absolvieren sollen. Darin sehe ich einen realen Sinn, zumal Test und Vorbereitung zum Test alltagstauglich sind. Den Sachkundenachweis, wie er derzeit hier Pflicht ist, halte ich für völlig blödsinnig und sinnlos. Aber das gilt meiner Meinung nach auch für die bislang angebotenen "Hundeführerscheine", die weder anerkannt noch sinnvoll sind, weil, siehe oben:))

L G

Devil
 

Barracuda

Sehr aktives Mitglied
Registriert
22 August 2004
Beiträge
108
Ort
Schweiz
Hundeführerschein

Hallo Margit.

Leider bin ich mit den Gesetzen und Richtlinien in Österreich nicht vertraut.

Meiner Meinung nach ist es aber sinnvoll, wenn Hundehalter einen gewissen Hunde-Halter-Fähigkeitsgrad vorweisen können. Nun dünkt es mich aber sinnvoller, wenn man nicht bestraft sondern belohnt.
Warum kann der Staat oder eine Stadtverwaltung nicht einen kostenlosen Grundgehorsamskurs gratis anbieten?

Wie ich auch der Meinung bin, dass ältere Autofahrer einen Wiederholungskurs besuchen sollten, finde ich, dass auch sog. erfahrene Hündeler bei einem tierischen Neuzugang einen Kurs besuchen sollten. Da es aber in vielen Fällen am Geld liegt, sollte dies den Bürgern schmackhaft gemacht werden. Eben z.B. durch eine Finanzierung durch den Staat. Dann ist in meinen Augen ein "Hundeführerschein" einigermassen gerechtfertigt.

Leider kann man nicht in allen Fällen an die Vernunft der Hundehalter appellieren. Ich bezeichne mich auch als erfahrenen Hundehalter, machte aber mit meinem Wolfs-Hybriden jegliche Kurse. Nicht zuletzt, dass man Ihn auch als "normalen" Hund kennen lernt.

Das ist meine Meinung, gestützt auf Erfahrungen die ich gemacht habe.
 

seerosal

Sehr aktives Mitglied
Registriert
21 September 2004
Beiträge
102
Ort
killwangen/schweiz
Hundeführerschein

Was nützen Hundeführerschein,Nachweis über irgendwelche Kurse oder sogar Haftpflichtversicherung, wenn der Hundehalter trotzdem nicht mit dem Hund umgehen kann?
Es wäre viel sinnvoller, sich vor der Beschaffung eines Hundes den zukünftigen Hundehalter a bissl genauer anzuschauen.
Vor allem bin ich immer noch der Meinung, dass man JEDEN Hund zum sog. "Kampfhund" machen kann. Also warum nur bei "Listenhunden" den Besitzer kontrollieren?

Lg Seerosal
 
Werbung:

Barracuda

Sehr aktives Mitglied
Registriert
22 August 2004
Beiträge
108
Ort
Schweiz
Kampfhund???

Bin ich sofort einverstanden, was Seerosal sagt.
Das ist genau der wunde Punkt. Was ist ein Kampfhund? Ich kenn nen Pitbull, der seit 7 Jahren mit Katzen, Hühnern, Kindern und Fremden zusammen lebt und noch nie hats nen Zwischenfall gegeben. Das ist sowiso der grösste Gummiparagraph, das mit dem Kampfhund...
 
Oben