Tierbestattung 2022

gutunddir

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Hallo an alle!

Da wir uns leider intensiv mit diesem Thema beschäftigen (müssen), die Diskussionen hier jedoch schon einige Jahre alt sind, hab ich mich getraut, das Thema noch einmal zu starten. Ich wäre sehr dankbar und froh, wenn ihr eure Meinungen und Erfahrungen mit dem Thema Tierbestattung, Tierkrematorium, Tierfriedhof etc. teilen könntet. Da wir dem traurigen Tag irgendwann nicht ausweichen können, eine Vernichtung des Körpers in einer Tierkörperverwertungsanlage für uns aber aus emotionalen und um umweltpolitischen Gründen nicht in Frage kommt, beschäftigen wir uns mit Alternativen. Wenn jemand Erfahrungen oder auch Empfehlungen hat, würde ich mich freuen, wenn ihr diese teilt.
Vielen Dank und einen schönen Tag an alle!

LG Annie
 
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Margit

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Hallo Annie!

Was für ein schwieriges Thema. Aber dennoch so wichtig, es sind ja doch unsere Familienmitglieder und ich kann gut nachvollziehen warum ihr euch gegen eine Tierkörperverwertungsanlage entscheidet.

Meine Mutter musste auch vor einem Jahr Abschied von ihrer Katze nehmen. Sie hat sich für ein Tierkrematorium in Salzburg entschieden mit einer Katzenurne, die sie nach Zeichnung ihres Jimmys bemalen hat lassen:

1647936410137.png

Sie würde es nie mehr anders machen.
 

Angelika-Marie

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Seit 2012 östliches Ruhrgebiet, im platten Land
Wir haben in rund 40 Jahren unsere Tiere nacheinander ( zwei Kater und zwei Hunde) immer im Garten begraben.
In Deutschland sagt dazu niemand was - und bis jetzt fand ich das immer am besten. Dann weiß man, wo das geliebte Tier ist - und man pflanzt da auch Blumen hin, oder guckt jedenfalls, was da 'als Gruß' sonst so von selbst gedeiht. ---- Ist das in Österreich nicht erlaubt?

Jetzt werde ich jedenfalls alt, und wenn auch noch der letzte Sohn auszieht, habe ich niemanden mehr, der diese traurige Pflicht - des Grabens - übernehmen kann. Ich werde das liebste Hundi wohl verbrennen lassen und die Urne verbuddeln - das schaffe ich noch. Oder auch die Asche im Wald oder an einem von ihm besonders geliebten Platz verstreuen. Auch das erscheint mir - für mich selbst - gut.

Ich habe inzwischen eine Aversion gegen Friedhöfe. Habe wohl zu lange unser großes Familiengrab gepflegt. Meine Mutter habe ich vor wenigen Jahren auch verbrennen und die Asche verstreuen lassen.
Ich wollte keinen speziellen Platz mehr haben, an dem ich an sie denke.
Sie ist in mir, und wenn ich in der schönen Natur bin, weiß ich, dass sie nun ein Teil davon ist.
Das ist für mich wunderbar in Ordnung.
Etwas von ihr kann ja in jeder Pfirsichblüte sein....*lächel*

Geli
 

gutunddir

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Vielen Dank für eure Antworten!
Ja, das mit dem Vergraben ist so eine Sache. Einerseits ist das, typisch Österreich, nicht überall gestattet und andererseits weiß ich auch gar nicht, ob ich das möchte. Ich stelle mir die Tätigkeit emotional ungemein belastend vor und zudem weiß ich auch nicht, ob ich bald umziehe. Wir leben in Vorarlberg bzw. Tirol und sind mit dem Angebot an Möglichkeiten nicht gerade verwöhnt. Tiefriedhof gibt meines Wissens nach gar keinen, aber Krematorium hat vor kurzem eines eröffnet.
Auf jeden Fall vielen Dank für eure Antworten, wir werden einfach noch weiter recherchieren und uns dann entscheiden.
 
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Sepp6

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126
Ich habe 45 Jahre unsere Katzen auf das sorgfältigste immer im Wald begraben.
D. h. sehr tief und so vielfätig abgedeckt, dass niemand auf die Idee kommen konnte, da wäre ein Tiergrab.
2015 wurde unser letztes Bussischnäuzchen beim Tierarzt eingeschläfert und von ihm "entsorgt".
Seit 7 Jahren leben wir nun allein, ist schon traurig...
Sepp
 
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