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Tierische Rückenschmerzen

Dieses Thema im Forum "Hunde-Gesundheit" wurde erstellt von Marie, 3 September 2005.

  1. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 Mai 2005
    Beiträge:
    10.151
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    Wenn Hunde Rückenschmerzen haben, kann dies viele Ursachen haben. Sie können akut oder chronisch sein.

    Zu den akuten Erkrankungen zählt zum Beispiel eine Bandscheibenvorwölbung und ein kompletter Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen.

    Chronische Rückenschmerzen können beispielsweise durch Muskelverspannungen hervorgerufen werden, aber auch durch Wirbelspangen und -brücken, Arthrosen der kleinen Wirbelgelenke sowie eine degenerative Veränderung des Rückenmarks bzw. Rückenmarkkanals.

    Manche dieser knöchernen Veränderungen hängen zum einen mit Erkrankungen der inneren Organe zusammen, zum anderen können sie Folgeerkrankungen einer Fehl- oder Schonhaltung sein.

    Hunde können chronische Rückenschmerzen, die zumeist schleichend und unbemerkt über einen längeren Zeitraum verlaufen, lange überspielen. Der Halter bemerkt so erst spät, dass sein Tier nicht mehr fit ist. Erste Anzeichen sind beim Streicheln oder Bürsten leichtes Hautzucken und gehen bis hin zum Ausweichen des Berührens.
    Ebenfalss Indizien für Rückenschmerzen sind, wenn sich der Hund nur langsam und mit geradem Rücken hinlegt,
    - er im Schritt gleichzeitig mit Hinter- und Vorderhand geht,
    - sich das Fell und seine Farbe im Rückenbereich verändert,
    - ihr Hund aggressiv reagiert, um sich vor Schmerzen zu schützen.

    Gehen sie bei diesen Symptomen mit ihrem Hund zum Tierarzt. Er legt das Behandlungsziel fest. Auf dessen Grundlage kann der Tierphysiotherapeut einen Behandlungs- und Trainingsplan erstellen.

    Je nach Krankheitsbild beinhaltet dieser verschiedene Methoden zur Schmerzlinderung, zum Muskelaufbau, zur Nervenstimulation sowie zur Gangschulung. Ultraschall, Reizstrom, Laser-Akupunktur und -Dusche sind eine sinnvolle Ergänzung zu Krankengymnastik und Massage. Sie helfen, dass die Schmerzen schneller abklingen und sich die Zellen erneuern.

    Da auch die Mitarbeit des Tierhalters wichtig ist, bekommt er "Hausaufgaben" in Form eines individuellen Trainingsplans ausgehändigt.

    Tipp

    Rückenschonung fängt bereits bei der Auswahl von Leine und Halsband an. Selbst der Schlafplatz und die optimale Höhe des Fressnapfes sind wichtig.

    von Silke Müller-Herweg, Physiotherapeutin für Tiere

    Alles Liebe Marie
     
  2. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 Mai 2005
    Beiträge:
    10.151
    Wie kann ich meinen Hund vor Rückenschmerzen schützen?

    Bei der Wahl der Leine sollten Sie auf leichtes Material achten, besser als Halsband ist ein Geschirr. Auch gute Leinenführung ist für jeden Hund wichtig, ständiges Ziehen belastet die Wirbelsäule.

    Auch richtiges Spielen ist wichtig, übertriebenes Zerren und Schütteln ist ebenso schädlich wie zu großes oder zu schweres Spielzeug.

    Für Sport- und Arbeitshunde gilt wie beim Menschen: Ein kurzes Aufwärmprogramm beugt Verletzungen vor. Das Training darf nicht übertrieben werden und Hindernisse müssen angemessen sein. Kleine und junge Hunde dürfen keine Treppen laufen, für große müssen diese rutschfest sein. Der optimale Schlafplatz ist weich, trocken, warm, ebenerdig und bietet die Möglichkeit zum Ausstrecken. Übergewicht ist generell zu vermeiden.

    Große Hunde profitieren zudem von einem erhöht aufgestellten Fress- und Trinknapf. Sichern Sie den Hund im Auto durch spezielle Gurte oder Boxen. Bei Erkrankungen innerer Organe oder Gelenke reagiert der Rücken häufig mit und muss entsprechend behandelt werden.

    von Silke Müller-Herweg, Physiotherapeutin für Tiere
     
  3. Sinaa

    Sinaa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    10 April 2005
    Beiträge:
    969
    Ort:
    Kelkheim
    ...und woran erkenne ich das mein Hund Rückenschmerzen hat??*ratlosguck*

    Kessy gibt bei Schmerzen kaum einen Ton von sich,sie hält einfach aus.... :rolleyes:
     
  4. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 Mai 2005
    Beiträge:
    10.151
    Stimmt, ein Hund hat eine ganz andere Schmerztoleranz als wir. Beobachtete ich auch bei Debbie als sie die Sache mit der Pfote hatte. Sie lahmte sichtlich, aber wenn ich nach nem Stock griff, war der Schmerz "vergessen".

    Die Autorin schreibt dieses hier als Hinweis:

    Erste Anzeichen sind beim Streicheln oder Bürsten leichtes Hautzucken und gehen bis hin zum Ausweichen des Berührens.
    Ebenfalss Indizien für Rückenschmerzen sind, wenn sich der Hund nur langsam und mit geradem Rücken hinlegt,
    - er im Schritt gleichzeitig mit Hinter- und Vorderhand geht,
    - sich das Fell und seine Farbe im Rückenbereich verändert,
    - ihr Hund aggressiv reagiert, um sich vor Schmerzen zu schützen.

    Zu dem Punkt, das sich Fell und Farbe verändern kann ich leider nichts sagen. Die anderen Punkte, besonders Berührungsempfindlichkeit und/oder langsames, steifes Gehen sind schon Hinweise.

    Ich mach das bei Debbie immer so, dass ich sie massierend abtaste. Sie steht dabei vor mir. Ich beobachte einmal dabei, wie sie auf den Druck der Hände reagiert und ich guck mir ihren Gesichtsausdruck an. Mache das aber nur, wenn ich irgend eine Auffälligkeit bemerke, also nicht ständig oder so. Aber davon abgesehen, Debbie mag ansich auch im Liegen eine solche Massage - Rücken, Hinterbeine - genießt sie in vollen Zügen, hihi.
     

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