Ukrainern trägt ihren 12 Jahre alten Hund kilometerweit

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Angelika-Marie

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Das hätte ich auch gemacht!
Ich hoffe nur, dass sie ihr den Hund an irgendeiner Asylstation nicht abnehmen und ihn - zu seinem Wohle - in ein Tierheim verfrachten! :-((((

Mir steht immer noch die Geschichte vor Augen, von der syrischen Flüchtlingsfrau, die zur ihrer Flucht im Schlauchboot über das Mittelmeer ihre Schildkröte mitnahm.

Schildkröten sind ja nicht doof! Und man kann zu ihnen eine Beziehung aufbauen. Sie erkennen ihren Pfleger, und sie 'sprechen' auch! Sie unterhalten sich mit Menschen über Knacklaute hinten im Rachen, als optisches Element der Unterhaltung stehen ihnen nur ihre Augen zur Verfügung und das Rucken mit dem Kopf.
Ich habe als junge Frau jahrelang (nacheinander zwei) Schildkröten gehabt, mit denen ich mich tatsächlich verständigen konnte. Ich hatte es leichter als die syrische Asylbewerberin. Als ich 1979 nach London ging, hatte ich das Tier unten in einen portugiesischen Korb mit 'Verschiebedeckel' getan, unter einen Haufen Socken, Wolle, Schlüpfer --- und der Mann vom Zoll bekam den Deckel nicht weg. Er konnte nur tasten. "What is this?", fragte er, als er die Schilkröte erfühlte.
"Oh! That's my alarmclock", antwortete ich-- und wir durften passieren.

Der syrischen Flüchtlingsfrau wurde die Schildkröte natürlich von den Behörden weggenommen und zu deren 'Besseren' in ein Tierheim verbracht.
Es war nur ein kleiner Zeitungsartikel, den ich damals las, und nie wieder habe ich von der Angelegenheit etwas gehört.
Aber ich bin sicher: zwischen der Frau und der Schildkröte bestand eine starke Bindung!
Wenn sie die auf eine ungeheuerliche Flucht mitnimmt, die ihr eigenes Leben hochgradig gefährdet.
Und dann, halbwegs sicher angekommen, wird sie ihr weggenommen? Oh, pfui!

Geli

Ps: Ich kann ganz gut mit Schildkröten reden. Nachdem ich es einmal so halbwegs gelernt habe. Die Riesenschildktöten im Duisburger Zoo verstanden jedenfalls meinen Dialekt. IHR könnt es auch!
Hinhocken, angucken! Dann mit der Zunge möglichst weit hinten 'knacken'. Bei jedem Knacken mit dem Kopf nach vorne und etwas nach oben rucken. Mit den Augen: blinzeln. Rechtes Auge zu - die Schildi macht es nach. Linkes Auge zu, die Schildi tut es auch. Dann knackt sie einen nett an, und ruckt dabei mitteilsam mit dem Kopf. - Na bitte. Was will man mehr? *zwinker*
 
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