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Marie

Sehr aktives Mitglied
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31 Mai 2005
Beiträge
10.151
Hallo Ihr lieben Katzenkenner! :katze3:

Ich muss Euch jetzt mal was fragen: als ich heut bei meinem Tierdoc im Wartezimmer saß, hab ich mir ein Poster mit dem Katzenstammbaum angesehen. Vielleicht kennt einer von Euch das? Da wurden die verschiedenen Rassen eingeteilt und eine davon nannte sich Mutanten. Das sollen z.B. weiße Perser mit blauen Augen sein. Was muss ich mir denn unter Mutanten vorstellen??? Kann mir das jemand mal erklären? Hört sich ja doch schon urig an und ich muss dabei komischerweise an Sci-fi-Filme denken, hihi.
 
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Oh ha, dass weiß ich nicht-ich befasse mich gerade mit dem Thema Vererbungslehre.............
Ich frage aber mal Nicole, die Züchterin von Leonie und nun meine Freundin*stolzbemerk
Vielleicht weiß sie es!
Oooooooooooooooooooder-
Guiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii weißt du das?
 
lol, nö, nixweiß... Zur Abwechslung mal...

Aber: was ich mir denken kann: (außer jetzt, dass ich dabei an den Film X-Men denke... *gg*) wenn du sagst ein weißer Perser mit blauen Augen...

Mein Watzling is ja auch was eigenes. Er is ein Albino (Travis is auch ein Albino). Bei Katzen erkennt man Albinismus nicht auf den ersten Blick. Sie haben nämlich keine roten Augen. Viele Albinos haben blaue Augen und sind taub. (nur nicht bei mir, da hatte Travis die blauen Augen und Watzling is taub... *gg*). Andere weiße Katzen mit blauen Augen sind zwar keine Albinos, aber trotzdem taub. Daher kommt man im Allgemeinen zu dem Schluss:

Taubheit bei weißen Katzen hängt oft mit der Kombination der Fell- und Augenfarbe zusammen. Am "risikoreichsten" sind die weißen Katzen mit blauen Augen. Hat eine weiße Katze ein oranges und ein blaues Auge, kann es sein, dass sie auf der Seite mit dem blauen Auge taub ist, aber auf der anderen Seite normal hörend ist.

Die meisten weißen Katzen (jetzt abgesehen von hochgezüchteten) sind "eine Laune der Natur". Somit kann man auch sagen, sie sind Mutationen.

Mutationen treten in der Natur immer sprunghaft auf, ohne "Vorwarnung". Eine andere Erklärung hab ich nicht.

Vielleicht wissen es die anderen ja besser, als ich. ;)

lg Guin
 
Hallo zusammen,

Mutationen sind zufällige Veränderungen. Möglicherweise können diese dann aber weiter vererbt werden (ich dachte bisher, sie wären einmalig). Aber ansonsten würde es keinen Sinn machen, Mutanten in einem Stammbaum oder Artenregister zu erfassen. Es könnte unzählige Mutationen geben. Daher meine Vermutung, die Veränderungen wurden weitervererbt. Hmm? Eigentlich dann aber eine neue Rasse. Oder nicht? Oder was?

L.G.
Timmi
 
glaub nicht. Da Mutationen in allen Rassen auftreten können, und wahrscheinlich auch aufgetreten sind, wurde damit weitergearbeitet.

Hier ein paar Beispiele für natürliche Mutationen, mit denen dann weitergezüchtet wurde:

Die American Curl: die nach hinten geschlagenen Ohren waren eine Mutation. Diese Mutation hat gefallen, sie wurde weitergezüchtet.

aclh9798.jpg


Die Scottish Fold: auch hier waren die Ohren eine Mutation, die weitergezüchtet wurde.

200px-Scottish_Fold.jpg


Somit: Mutationen sind vererblich. ;)

lg Guin
 
Denkt mal an den Kaisergeparden dessen Fell mutation auch als eigene Rasse anerkannt ist. Wird wohl in diesem Stammbaum ähnlich sein.
Schade das ich in Bio nicht gut aufgepasst und die meiste Zeit gepennt habe:schlaf2: , denn ich hab das Gefühl, das damals so was besprochen wurde ....:confused:
 
Hallöli Ihr Lieben!

:danke: Sowas in der Art hätt ich mir auch vorstellen können, aber das es so speziell in einer Rasse-Einteilung aufgeführt ist, hätt ich nicht gedacht. Das hört sich ja so an, als ob Mutationen erwünscht und relativ normal sind?! Fänd ich aber ehrlich gesagt bedenklich. Gesundheitlich mein ich. Umgeklappte Ohren z.B. sind doch bestimmt empfindlicher als normale, oder?! Und es gibt doch schon soviel Mist in der Vererbung. Angezüchtete Kurzbeinigkeit oder Kurzschnäuzigkeit bei Hunden z.B. - gibts das bei Fellnasen eigentlich auch? Naja, und dass das dann auch noch geduldet wird und weiter gezüchtet wird... Hmm, also ich weiß ja nicht...

Was denkt Ihr?
 
Hey Marie!

Du darfst die Mutationen nicht mit den Züchtungen vergleichen. Mutationen sind, wie schon gesagt, immer sprunghaft, aber nicht immer erwünscht. Bei den beiden angeführten Katzenrassen waren die Mutationen zufällig erwünscht. Die umgeklappten Ohren stören die Katzen nicht weiter.

Klar gibt's bei Katzen auch Züchtungen zur Kurzbeinigkeit... (Frechheit) - die Munchkin...

Munchkin_Cats_1.jpg


Und die kurzen Schnauzen haben die Perser. Und ihre Schnauzen werden immer kürzer gezüchtet. Das ist für die Katzen furchtbar, sie haben immer wieder Probleme beim Atmen und Probs mit den Augen.

Also: nicht Züchtung mit Mutation verwechseln... ;) Züchtung ist vom Menschen gemacht und geschieht oft auf Kosten der Gesundheit der Tiere. Mutationen sind natürlich und viele von ihnen stören das Gesundheitssystem der Tiere nicht.
 
Guinevere schrieb:
Also: nicht Züchtung mit Mutation verwechseln... ;) Züchtung ist vom Menschen gemacht und geschieht oft auf Kosten der Gesundheit der Tiere. Mutationen sind natürlich und viele von ihnen stören das Gesundheitssystem der Tiere nicht.
a010.gif
Huhu Guin'i! Nee wollte das eigentlich auch gar nicht "verwechseln". Wusste jetzt nur nicht, das Mutationen nicht gesundheitseinschränkend sind. Dachte eher, wenn einige es sind und der Mensch mit dem dennoch züchtet, es ja doch ziemlich unverantwortlich ist. Weißte jetzt wie ich meine?
 
klar weiß ich, was du meinst. Nur: trotzdem sind viele Mutationen auch gesundheitsschädlich (Katzen mit 2 Köpfen, etc.) gibt von beidm genug...

Und in dem Punkt geb ich dir recht: würde man mit gesundheitsschädlichen Mutationen weiterzüchten, wär das unverantwortlich und eine Frechheit...
 
also soweit ich das verstehe sind mutationen einfach erstmals ein genetischer fehler - der entweder nicht weiter stört - oder aber sehr wohl auch mit gesundheitlichen problemen einher gehen kann ...

wenn dann der mensch eingreift - und mit dieser mutation weiter züchtet (was in der natur glaub ich nicht geschehen würde) - dann wird sowas wie ne "neue" rasse draus ... wie eben die weißen perser zb.

also sind für mein verständnis mutanten tiere die ursprünglich aus einem fehler der natur entstanden sind ... oder anders gesagt: am anfang steht die mutation - dann kommt der mensch und züchtet :D
 
Hi Honey!

So ganz ist das ja nun mal nicht so, wie du's beschreibst. Es gibt auch in der Natur Mutationen, die sich selbst "weitergezüchtet" haben. Ein gutes Beispiel stellen die Darwinfinken dar. All diese verschiedenen Arten der Darwin Finken haben sich aus nur einer Art entwickelt. Viele der Arten basieren auf Mutationen (z.B. der Schnäbel).

Ja, es gibt auch Mutationen, die gesundheitsschädlich sind. Albinismus ist die wohl berühmteste Mutation. Bei Katzen geht Albinismus oft mit Taubheit einher (siehe mein Watzling - der is Albino und taub).

Was ich damit sagen will: auch die Natur selbst greift mit "brauchbaren" Mutationen ein, indem sie es zulässt, dass diese mutierten Tiere fruchtbar sind. "Nicht brauchbare" Mutationen sterben recht schnell aus.

lg Guin
 
ok - ja da hast du sicher recht :) - dass sich auch in der natur - wie du sagst - brauchbare mutationen weiter vermehren ... - naja - sonst gäbe es wohl gar keine evolution *grübel*
alpinos gibts ja in der natur auch häufig - also das ist eine relativ häufige mutation - aber gibts in der natur ganze populationen davon oder gibts die nur in gefangenschaft (also gezüchtet)?
 
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naja, Albinismus ist immer eine Mutation. In freier Natur würden Albinos nicht überleben. Stell dir einen weißen Tiger auf der Jagd vor. Seine Tarnung wäre umsonst. Ein weißes Gnu fällt zu sehr auf. Also: ist Albinismus eine "nicht brauchbare" Mutation, die aber immer wieder auftritt.

Für Menschen sieht das weiße Fell schön und "rein" aus. Es gefällt den Menschen. Daher werden immer wieder Albinos untereinander verpaart. Für die freie Wildbahn sind diese Tiere jedoch nix.

lg Guin
 
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