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Husten vom Ziehen?!!?

Shaivana

Mitglied
Registriert
1 August 2004
Beiträge
5
Hallo, kann mir wer helfen?
Ich habe einen Parson Russell Rüden und der zieht einfach wahnsinnig. Er legt sich richtig ins Zeug, er lehnt sich gegen die Leine, als hätte er schon vorher vorgehabt, zu ziehen. Ich habe wirklich alles versucht - mit Lecerli, stehen bleiben und zurückgehen, ihn zurückziehen aber er zieht und zieht - so als ob er einfach geradeaus möchte!
Er ist jetzt schon eineinhalb Jahre alt und sonst sehr brav. Er geht nie am Strand Gassi und auch nicht auf der Straße. Er geht nur dezent ins Gebüsch am Rand. In der Wohnung frisst er auch nie Schuhe, kaut keine Tischbeine an und zerkratzt das Sofa nicht. Er folgt auch brav (Bis auch im urlaub: da hat ihn fast ein Auto niedergeführt, weil er sehr lange braucht, wenn man ihm "sitz!" zuruft. Er geht dann immer ein paar Schritte nach vor und dann setzt er sich erst langsam hin).
Das Schlimme ist, dass er, wenn er mal einen richtigen "Ziehtag" hat, schon richtig hustet und keucht.
Ich mache mir dann Sorgen, dass ihm das am Hals wehtut, aber ihm sheint es nicht egal zu sein!
Er zieht, zieht und zieht.
Ich kann es ihm einfach nicht abgewöhnen!
Hat jemand einen guten Tip??
Grüße, Shai
 
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Servus Shavana,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum.

Zu deinem Problem: du wirst Geduld, Geduld und nochmals Geduld brauchen, um deinem Hund diese Unart abzugewöhnen.

Dazu bietet sich ein sogenanntes Halti an. Es muß aber richtig angepaßt sein, laß dich in einem Fachgeschäft beraten. Dort kannst du dir auch ein gutes, leicht verständliches Buch über Hundererziehung kaufen, du wirst in vielen Dingen dort Rat finden.
Das Halti ist ein Geschirr, das dem Hund über den Kopf gezogen wird. Immer wenn er zieht, muß er in deine Richtung schauen. Das ist unangenehm für ihn und er kann auch nicht geradeaus laufen.

1. Finde heraus, was dein Hund am liebsten frißt. Der Hund soll lernen, auf dich zu hören. Am besten geht das zuhause in seiner gewohnten Umgebung.
2. Gib das Futter in eine Tasche mit Zipp, die man um den Bauch gurten kann.
3. Der Hund sollte hungrig sein, bevor ihr zu üben beginnt.
4. BEVOR du losgehst, zeig dem angeleinten Hund, was du in der Hand hast,
gib ihm ein wenig davon.
5. Der Hund ist auf deiner linken Seite, du gehst erst los, wenn er dich ansieht,
du mußt flink sein, oft sind es nur Sekunden.
6. Dann gehst du 2-3 Schritte in flottem Tempo, das Futter SICHTBAR
in der linken, die Leine in der rechten Hand.
7. LOBEN ist das A und O in der Ausbildung. Mit brav, fein, immer nur ein Wort,
aber daß SOFORT bei jedem richtigem Verhalten, wird er bald wissen,
worum es geht.
8. Du mußt aber konsequent sein, immer wieder dasselbe, nicht mal erlauben
und dann wieder nicht.

Dein Hund zieht, weil er damit Erfolg hat. Zeig ihm auch einen anderen Weg. Wenn er zieht, geh nicht weiter. Erst wenn er dich ansieht gehen, loben. Durch das Halti wird er von sich aus weniger ziehen. Die Schritte werden immer mehr, mit Ruhe und Konsequenz bekommt ihr beiden das schon hin. Es braucht aber seine Zeit, dieses Verhalten wegzubekommen, das er schon solange hat.

Liebe Grüße und meld dich mit einem Zwischenbericht Aisha
 
Ziehen an der Leine

Manche Hunde gewöhnen sich nämlich an den ständigen Druck des Halsbandes.
Vielleicht hilft folgendes:
Er geht neben dir an der Leine, wenn du merkst, daß er beginnt zu ziehen, laß ihm ein wenig "Luft", um die Leine dann mit einem sehr scharfen Ruck anzuziehen, sodaß er "in die Leine fällt". - Bitte nicht mit Stachelhalsband o.ä. probieren.

Meine Schäferhündin (ist schon seit acht Jahren auf der Träumelandwiese), hat die Leine - außer als Zeichen zum Spazierengehen - verständlicherweise auch nicht besonders geliebt. Aber in der Stadt hätte ich sie nie freilaufen lassen, dazu war meine Angst, ihr könnte etwas passieren (z.B. Tauben auf der anderen Straßenseite), viel zu groß.

Grundvoraussetzung bei jeder Art von Erziehung (ob Hunde oder Kinder) sind Liebe, Geduld, Konsequenz und auch, daß ein Kommando als solches verstanden wird und nicht im normalen Umgangsston erfolgt.

Mit einem Halti habe ich keine Erfahrung.
Liebe Grüße
Mondina
 
Mondina schrieb:
Manche Hunde gewöhnen sich nämlich an den ständigen Druck des Halsbandes.
Vielleicht hilft folgendes:
Er geht neben dir an der Leine, wenn du merkst, daß er beginnt zu ziehen, laß ihm ein wenig "Luft", um die Leine dann mit einem sehr scharfen Ruck anzuziehen, sodaß er "in die Leine fällt". - Bitte nicht mit Stachelhalsband o.ä. probieren.

Meine Schäferhündin (ist schon seit acht Jahren auf der Träumelandwiese), hat die Leine - außer als Zeichen zum Spazierengehen - verständlicherweise auch nicht besonders geliebt. Aber in der Stadt hätte ich sie nie freilaufen lassen, dazu war meine Angst, ihr könnte etwas passieren (z.B. Tauben auf der anderen Straßenseite), viel zu groß.

Grundvoraussetzung bei jeder Art von Erziehung (ob Hunde oder Kinder) sind Liebe, Geduld, Konsequenz und auch, daß ein Kommando als solches verstanden wird und nicht im normalen Umgangsston erfolgt.

Mit einem Halti habe ich keine Erfahrung.
Liebe Grüße
Mondina

Hallo,

es ist bekannt, dass Leinenruck-Methoden sehr schädlich sind für die Halswirbelsäule, außerdem sehr antiquierte und abzulehnende Methode. Die erstgenannte Methode, das sog. "Ampeltraining" ist wesentlich besser. Es fordert Geduld, hier handelt es sich um ein Versäumnis im Welpenalter. Ein weiterer Versuch wäre ein Geschirr wert, ein Brustgeschirr. Der Hund bekommt, wenn er so weiter macht, mit Sicherheit Probleme im Kehlkopfbereich.

Gruß

Devil
 
Hallo shaivana

Als erste Massnahme würde ich dem Hundi sofort ein Brustgeschirr anlegen. Ich ahtte dasselbe Problem mit dem Ziehen und dannach husten und erstickungsanfälle bei meinen Hundis. Jetzt haben sie ein Brustgeschirr und das Husten ist mit einem Schlag weg. Und das ziehen ist auch besser geworden.

Lg seerosal
 
mir wird schlecht....

hallo zusammen,

also ich habs zwar nur überflogen, aber was ich da von leinenruck und unart etc. lese ist wirklich sehr schwach....

als erstes würe ich deinem kleinen mal ein brustgeschirr zulegen....am besten eins mit fleecefütterung...die sind sehr angenehm zu tragen und dein hündchen wird sich gleich viel wohler fühlen.

dann sei mal angemerkt, dass leineziehen meistens ein ausdruck von stress ist. stress in erster linie mal durch den ständigen druck des halsbandes...
gibt es irgendwelche stress-auslösenden faktoren an deiner spazierroute? hunde mit denen dein kleiner nicht kann...lärm...viele eindrücke....menschen die er nicht leiden kann....schlechte erfahrungen die er dort gemacht hat? eventuell die mit dem auto, das ihn fast überfahren hat?
es gibt auch gewisse beschwichtigende zeichen, wie zum beispiel mehrmaliges über die schnauze lecken oder ständiges gähnen....gib mal acht ob er etwas von dem zeigt...

wie wärs mal mit einer anderen spazierroute? verhält sich dein kleiner überall so? oder nur an bestimmten stellen?

sehr empfehlenswerte bücher hierzu:

Turid Rugaas "Hilfe mein Hund zieht!"
Martina Nagle, Clarissa v. Reinhardt "Stress bei Hunden"
Turid Rugaas "Calming Signals"
 
na ich würd sagen - nicht alle hunde ziehen weil sie stress haben - manche wollen einfach nur rennen - und nicht neben fraudi herwackeln ...;) ...
ein brustgeschirr löst zwar das problem des würgen und hustens aber damit lernt der hund noch lange nicht "fuss" zu gehen -was er an der leine eigentlich sollte ...
 
Honey schrieb:
na ich würd sagen - nicht alle hunde ziehen weil sie stress haben - manche wollen einfach nur rennen - und nicht neben fraudi herwackeln ...;) ...
ein brustgeschirr löst zwar das problem des würgen und hustens aber damit lernt der hund noch lange nicht "fuss" zu gehen -was er an der leine eigentlich sollte ...
Hanna, da muss ich Dir recht geben!!! Ich habe jetzt auch nicht alles gelesen, aber: einem Hund ein Halsband umzulegen und die Leine anzuklicken ist sehr einfach! Damit ist es aber nicht getan! Erstmal muss der Hund an diese Dinge gewöhnt werden und dann kommt die sog. "Leinenführigkeit". Die Ausbildung an der Leine zu gehen, ohne zu ziehen! Wenn er dies gelernt hat, erübrigt sich ein teures Brustgeschirr, der Leinenruck und ggf. ein Stachelhalsband! (Gibt Leute, die denken, ein Stachelhalsband sei eine Maßnahme gegen das Ziehen an der Leine... Für mich gehören diese Dinger nicht in Laienhände!)

Liebes Grüssli Marie
 
:kuss1: :kuss1: ja und das ist harte arbeit - ich glaub da können wir alle ein lied davon singen :D ... schön ist es aber dann, wenn das ganze dann auch noch ohne leine funkt - dann erübrigt sich husten, ziehen und alles ... :)
 
honey schrieb:
:kuss1: :kuss1: ja und das ist harte arbeit - ich glaub da können wir alle ein lied davon singen :D ... schön ist es aber dann, wenn das ganze dann auch noch ohne leine funkt - dann erübrigt sich husten, ziehen und alles ... :)
;) Ganz genau!

Ich kenne doch tatsächlich eine Frau, die hat sich extra Turnschuhe gekauft, damit sie ihrem Hund nicht hinterherstolpert... Und sie sagte: "Sie hat ganz schöne Muckis gekriegt." Einfach ohne Worte....!!!
 
auch eine Art fit zu bleiben
k025.gif
 
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Gut. Das habe ich jetzt alles gelesen und stimme und auch allen zu - auch die Leinenruckmethode wurde ja lange Jahre hinweg favorisiert - aber bitte sagt mir eins: Was in Gottesnamen ist ein Halti?
Das Halti ist ein Geschirr, das dem Hund über den Kopf gezogen wird. Immer wenn er zieht, muß er in deine Richtung schauen.

Wieso muss der Hund, wenn er am Geschirr zieht in meine Richtung schauen???? Dreht`s ihn um? Das Halti?
Also, ich meine das jetzt ernst, nicht komisch, selbst wenn es mir beim Schreiben momentan witzig erscheint.
Kann mir einer da mit einer Eklärung weiterhelfen?
L.G. Geli
 
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