Pferde werden nicht gefüttert

Angelika-Marie

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Liebe Foris, :)
ich bin aus dem Esoforum hier herübergerutscht, weil ich mal einen Rat brauche.
Vorab: 1.Ich habe mein Leben lang Hunde gehabt, mit denen ging ich natürlich spazieren, dabei unterbleib es nicht, dass mich im Laufe der Jahre mit anderen Viechern, wie mit Pferden, oder Eseln, oder Schafen, die irgendwo regelmässig auf der Weide standen, angefreundet habe.
2. Ich habe keine Ahnung von Pferden.
Nach dem Tod meines geliebten letzten Hundes ( Dez. 04) besuche ich manche Tiere spazierengehenderweise noch immer, zum Beispiel Balou, einen noch recht jungen ( so scheint es mir) Halflingerhengst, der zusammen mit einer relativ alten dunklen Stute - Rasse weiss ich nicht, aber auch ein recht schweres Pferd - tagaus tagein auf der Wiese steht.
Die Tiere gehören einem ziemlich chaotischen und armen Bauern mit vielen Kindern, und ich habe den Eindruck, dass das Geld dort inzwischen seeeehr knapp geworden ist.
Kurz, die Pferde haben seit diesem Jahr eine relativ kleine Koppel ( das andere Land hat der Bauer verpachtet) und die war im Juli schon so abgefressen, dass die Pferde im Prinzip im Schlamm standen, und fast Erde frassen, wenn sie versuchten das wenige Gras, das nur noch klitzekurz wächst, abzuweiden.
Ich weiss nicht wie sie es gemacht haben, auch das Gras bis zu einem halben Meter vom Elektozaun entfernt, ist bis auf die Wurzeln abgekaut. (Dazu müssen sie sich im Prinzip hinlegen, den Kopf unten durchstecken
und seitlich fressen)
Die Pferde entwickelten dann, ab Juli, ein übergrosses Interesse an mir, dass heisst, sie kamen mit Wiehern und einer Art "Brummen" - wie nennt man das bei Pferden? - schon angelaufen, wenn sie mich nur von weitem sahen. Dabei hatte ich sie über die Jahre nie gefüttert, vielleicht dem Balou mal ein paar Grasbüschel ausgerissen, die er gnädig über den Zaun hinweg annahm.
Aber dann habe ich angefangen, sie zu füttern, habe ihnen Möhren mitgebracht und Äpfel, und Grünzeug in Mengen abgerissen, was sie mit einem ungeheuren gierigen Gesabber vertilgten. Nach einiger Zeit stellte ich fest, dass andere Leute auch fütterten. Da kamen Leute mit dem Rad angefahren und brachten Möhren und altes Brot, da kam eine verschämte Frau mit einem Hund, mit Kohlrabiblättern...
Ich wollte zum Bauerm gehen, und nachfragen, aber das Bauernhaus war immer dunkel. Andererseits fand ich es auch sehr schwierig mich einzumischen, denn es ist eigentlich nicht meine Sache.
Obwohl EINER, muss den Tieren gelegendlich Heu geben, allerdings SEHR unregelmässig, wie ich beobachtet habe, vielleicht einmal in der Woche.
Die Tiere, scheinen mir, haben schlichtweg Kohldampf. Ich habe mir inzwischen ein Pferdebuch in der Bücherei angesehen, um zu erfahren wieviel Nahrung so ein Tier täglich einfach braucht. Und wenn es da um ein paar KILO Heu geht, komme ich mit meinem Korb voller Möhren und Grünzeug für zwei Pferde schlichtweg nicht mit.
Dann begann es, dass Balou ausbrach. Der ist einfach jung und fit, und setzt dann offensichtlich einfach über den E-Zaun. Dann steht er glücklich neben seiner Koppel und schlägt sich den Bauch mit Gras voll. - Ich hatte nicht den Eindruck, dass er wegläuft - die Gegend ist auch ungefährich für einen freilaufenden Hengst, und ich fand es auch irgendwie gut, dass er sich was zum Fressen besorgt. Aber irgendwer muss Balou auch immer irgendwie einfangen und zurück in die Koppel bringen. Manchmal braucht es allerdings zwei Tage...
Seit einigen Tagen ist wieder Licht im Bauernhaus. Blöderweise überschnitt sich das genau mit dem Tag, an dem ich bein Tierschutzverein angerufen habe, und gebeten habe, dass einer mal gucken geht.
Jetzt habe ich ein bisschen Schiss dahin zugehen und mit dem Bauern zu sprechen, aus Furcht, dass er mich böse angreift, nach dem Motto: Und Sie haben mir den Tierschutz ins Haus gehetzt!
Wie schon gesagt, ich kenne mich mit Pferden nicht aus. Trotzdem glaube ich nicht, dass mein Gefühl, dass sie hungern, Blödsinn war und ist. - Ich weiss mich einfach nicht richtig zu verhalten.
Könntet ihr mir bitte etwas dazu sagen?
Liebe Grüsse,
Geli
 
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Grinseentchen

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Hallo Geli, ich kenn mich auch nicht mit Pferden aus, aber wie du es beschreibst, kann es nur Hunger sein.
Du hast schon das Richtige getan und den Tierschutz gerufen.
Weißt du denn, ob der Tierschutz auch tatsächlich beim Bauern vorbeigeguckt hat?
Ich würde erstmal nicht zum Bauern gehen.
Aber vielleicht kannst du dich mit den anderen Leuten, die auch füttern zusammentun und beraten, was ihr machen könntet.
 

Nobody

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Stimmt...es handelt sich um ein paar Kilo Heu täglich bei Pferden!
Kraftfutter ist absolut nicht wichtig, vorallem, wenn sie nix tun.
Aber Rauhfutter, also Heu, ist lebenswichtig oder auch Gras.
Um sich alleine von Gras ernähren zu können, braucht man allerdings pro Pferd 0,5-1 ha Weidefläche .. und das werden die kaum haben.
Sind sie dünn? Sieht man die Rippen?
Haben sie aufgeblähte Bäuche? --> Würmer
Wie schaut es mit den Hufen aus?

Das Problem ist, wenn sie wirklich so gierig sind, dass wenn sie dann man wirklich viel, eiweißreiches Gras haben, so viel fressen, das es mitunter zu Koliken kommen kann.
Oder zu Eiweißüberschuss, der sich in Hufrehe umwandeln kann.
Solche PFerde muss man langsam wieder ans normale Fressen gewöhnen!
Nicht zu viel auf einmal, an frischem Gras. Heu ist da eher unproblematisch!

Liebe gRüße
 

Farina

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Ich denke da wie Nobody. Vielleicht stehen die Pferde auch auf dem Matschpaddock, weil sie eine Hufrehe hatten und diäten sollen. Ihr müßt aufpassen, was ihr den Pferden füttert. Wenn jeder mal was vorbeibringt, führt das zur falschen Fütterung und eventuell sogar zur Überfütterung, denn es werden keine Fütterungszeiten eingehalten.

Guck mal genau, wieviel Heu dort verfüttert wird. Kann ja auch sein, dass Du zu unterschiedlichen Zeiten vorbeikommst und der Bauer früh morgens und abends füttert, dann ist natürlich kein Heu mehr da.

Ihr müßt gucken ob die Pferde rippig oder eingefallen sind, wenn es sich allerdings um alte Pferde handelt, siehts mit dem fettfüttern nicht so gut aus. Deshalb guck Dir den jungen Haflinger an. Haflinger sollte man nicht auf fette Weiden stellen. Dann besteht auch noch durchaus die Möglichkeit, dass der Bauer die Pferde nachts auf eine andere Weide stellt.

Am besten ist, Du sprichst ihn direkt an und richtest Dir genaue "Besuchszeiten" ein. Ansonsten sprich den Tierschutzverein an, die sollen jemanden hinschicken. Wenn da was im argen liegt, kennen die den Bauern sowieso schon. Der hat ja bestimmt auch noch andere Tiere.

Gruß
July
 

Nobody

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Hmm... und gerade Hafis (sorry) sind verfressen.. *Ggg*
Zumindest alle die die ich kenn.. :rolleyes:

@Farina: Aber Fütterungszeiten sind nicht nötig.. ich mein schau meine haben 24 h Heu und kriegen Kraftfutter nur nach Bedarf, je nachdem wie viel ich mit ihnen gemacht hab etc.
Und da kommts vor, dass sie es einmal um 14:00 kriegen, einmal um 19:00 oder auch um 10:00.. komplett unterschiedlich.
Eigentlich bin ich ja auch ein Gegner von festen Fütterungszeiten.. *G*
Also das ist das mindeste...

LG
 

Angelika-Marie

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Hallo Ihr Lieben,
erstmal herzlichen Dank für eure Antworten, und schön auch, dass ihr es für richtig einschätzt, dass ich dem Tierschutz Bescheid gesagt habe, denn da habe ich lange hin und her überlegt.

@ Grinseentchen und Farina,
die anderen die füttern kenne ich nicht. Ich habe sie angesprochen, als ich sie sah, aber es war allen irgendwie peinlich. Offenbar hatten alle das selbe Gefühl: Da Tiere zu füttern, die einen eigentlich nichts angehen - gleichzeitig aber schamhaft die innere Unterstellung zu spüren: der Bauer gibt denen nix.
Könnt ihr euch das irgendwie vorstellen? Es wurde aber klar, dass sowohl die Fahrradleute, wie auch die Frau mit dem Hund, dies nicht zufällig, sondern seit einiger Zeit regelmässig tun.
Also, es gibt keine zusammenhängende Füttergemeinschaft.


@ Nobody und Farina, danke für die Infos über Pferde.
Nein, die stehen garantiert nicht auf dem Matschpaddock wegen Hufrehe.
Die stehen da, weil der Bauer kein anderes Land mehr hat. Das ganze umliegende Land ist an Leute ( zum Teil für Pferde) verpachtet, die es auch nutzen und abgeteilt haben. Deshalb werden diese Pferde abends auch nicht woanders hin geführt.
Zum Füttern: Wenn die Pferde gefüttert werden, dann abends zwischen fünf und sechs. Gelegentlich kriegen sie Heu an einer bestimmten Stelle, und offenbar auch Kraftfutter, wie sich an zwei leeren Aluschüsseln, die dort unregelmässig am Zaun herumliegen, ersehen lässt. Heu haben sie jetzt schon seit drei Wochen nicht mehr gekriegt, denn man kann die Spur des frischen Heus- sofern es was gibt - bis zur Scheune verfolgen. Aber dort verstreut liegt nur noch das vermatschte, gammelnde Zeug von vor drei Wochen. Am Futterplatz stehen die Pferde ab 17 Uhr und warten, nur, wie ich mitgekriegt habe, auch oft vergebens.
Gut, ob sie morgens was kriegen weiss ich nicht, weil ich arbeite. Aber des späten Nachmittags und Abends, nutze ich einfach die Hofeinfahrt als Wenderampe für mein Auto, wenn ich von diversen Erledigungen zurückkomme.
Ich muss sowieso wenden um parken zu können, ob ich deswegen mal 300 Meter weiterfahre ist wurscht.

Ich muss euch sagen, was mich auch solange am Handeln -wegen Tierschutz- gehindert hat, ist das Gefühl, irgendwie Leute ungerecht zu bespitzeln.
Das liegt mit überhaupt nicht. Man ist da Hin- und Hergerissen zwischen dem Gefühl, da stimmt was nicht, da musst du eingreifen, und dem Gefühl: Das geht dich nichts an!

Zum Aussehen der Pferde: Nein, man sieht keine Rippen! Der Hengst ist wunderschön, für einen Haflinger allerdings sehr schlank - schlanker als in den letzten Jahren jedenfalls.
Die Stute ist m. E. einfach alt. Hat auch trübe Augen, suppend, das ganze Tier ist dick dreckverschmiert.

Ich bin allerdings etwas beruhigter inzwischen, aus zwei Gründen:
Die Tiere sabbern nicht mehr so ungeheuer beim Fressen. Sie fressen immer noch gierig, aber es läuft ihnen dabei nicht mehr kiloweise der dicke Speichel aus dem Maul. Ich weiss nicht, kennt ihr das von hungrigen Pferden?
Zum zweiten bin ich etwas beruhigt, weil die Bauersleute eindeutig wieder da sind. Es stehen wieder 2 Autos auf dem Hof, der Schornstein raucht, die bellenden Hunde sind auch wieder da.
Vielleicht war einfach ein Mitglied der Familie längere Zeit krank.
Ich meine, wenn die Frau ausfällt, können auch die Kinder nicht auf dem Hof bleiben, weil der Vater, der im Grunde kein Bauer mehr ist, sondern ein Kartoffelhändler, der mit eingekauften Kartoffeln auf Wochenmärkten steht , die Kurzen einfach nicht betreuen kann. - Vielleicht ist das des Rätsels Lösung?

Zum Nachteil des Bauern muss allerdings gesagt werden, dass er keine weiteren Tiere mehr hat, weil ihm die Kühe und Schweine von Veterinäramt weggenommen wurden, wie ich heute erfuhr.

Ich habe soeben mit dem Tierschutz telefoniert - die waren da, fanden aber die Pferde soweit in Ordnung. Nicht schön das Ganze, sagten sie, aber ganz klare Aussage: Die Tiere sähen nicht aus, als ob sie sofort über den Jordan gingen, und wenn die irgendwie gefüttert würden - von wem auch immer - sei dass letztlich dem Tierschutz egal, sofern sie überhaupt gefüttert würden. Die Hufe der Tiere seien in Ordnung, da war also dieses Jahr schon mal ein Hufschmied dran.
Der Tierschützer erzählte auch, dass ihm ein Bauer mal ganz klar sagte: Wissen Sie, da schmeissen soviele Nachbarn Futter rein, was soll ich denn da noch zufüttern?
Nun, da bin ich jetzt doch etwas beruhigt.
Ich hoffe allerdings, dass die Tierschützer tatsächlich die richtige Koppel angeschaut haben, und nicht die diversen danebenliegenden privaten Koppeln, in denen Grossstädter ihre edlen Tiere halten und auch gut versorgen.

Es ist ein seltsames Thema, dieses: Wie weit mischt man sich ein - wie weit hält man sich draussen.
Meint ihr, ich soll doch mal Kontakt zu dem Bauern knüpfen?- Oder einfach hoffen, dass alles so okay ist?
Liebe Grüße,
Geli
:)
 

Nobody

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Hmm und an verkaufen hat er noch nicht gedacht?!?
Ich mein, da hätt er mehr Geld und die tiere ein "besseres" Leben, oder?
Nur mal so dahingeschrieben.. :jump1:

Finds gut, wenn sich der tierschutz das mal angeschaut hat! ;)

Liebe Grüße
 

Angelika-Marie

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Hi Nobody,:)
ich denke nicht, dass er die Pferde verkaufen will. Ich lebe hier - obzwar im Ruhrgebiet - in einem grösseren Dorf, und da wissen Leute manches über die anderen. Also der Hengst Balou gehört - gesprochenermassen - der ältesten Bauerntochter, die ist jetzt 13. - Sie liebt Balou abgöttisch. Was nix nutzt, wenn die Eltern kein Futter erwirtschaften können. Was auch nix nutzt, wenn sie mit den anderen Kindern meinetwegen monatelang bei der Oma leben muss, weil familienintern irgendwas schiefgelaufen ist. Nur ich denke, dem Bauern würde es das Herz brechen, seiner Tochter dieses Pferd zu nehmen.
Die Stute stammt offensichtlich noch vom Bauernvater, zu alt, um sich nochmal zu trennen.
Ich habe auch schon gedacht, ob ich ihm nicht mal ein Kaufangebot mache, das er nicht ablehnen kann...
Aber ich glaube, es würde die Familie noch weiter ins Ungewisse treiben, wenn jetzt selbst das letzte anständige Pferd wegwäre.
Es hängt irgendwie alles immer miteinander zusammen.
Geli
 

Nobody

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Ja aber dann könnt sich die Tochter um irgendwas zum Fressen kümmern..
Und wenn sie auch nur irgendwo, an irgendeiner Wiese mit ihm grasen geht, hilft das schon! Wenn sie halt da ist..
Find das klingt schon logisch, aber schau da müsste man auch den Tieren gegenüber fair sein, indem man sagt, wir können sie uns nicht mehr leisten, suchen wir einen neuen Platz, dann eben in der Gegend oder was.
Und die TOchter hat von mir aus eine Mitreitgelegenheit dann drauf oder so.
WEißt du was ich mein? :jump1:
Da muss ich doch fair sein und auch sagen es geht nicht mehr..
Ich glaub mit 13 kann man einem das auch schon begreiflich machen, oder?
Da ist man ja doch kein kleines Kind mehr!
ABer gut ich würds auch nicht wollen, wenn mir meine PFerde weggenommen werden würden...

Liebe Grüße
 

Grinseentchen

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Hallo Geli,
ziemlich verworren die ganze Geschichte.
Wie ich jetzt rausgelesen habe, kennst du die Familie, wenn auch nicht näher?
Da würde ich schonmal unverbindlich nachfragen, wie sie sich den Weitergang der Pferdehaltung vorstellen.
 

Farina

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Nobody schrieb:
Hmm... und gerade Hafis (sorry) sind verfressen.. *Ggg*
Zumindest alle die die ich kenn.. :rolleyes:

@Farina: Aber Fütterungszeiten sind nicht nötig.. ich mein schau meine haben 24 h Heu und kriegen Kraftfutter nur nach Bedarf, je nachdem wie viel ich mit ihnen gemacht hab etc.
Und da kommts vor, dass sie es einmal um 14:00 kriegen, einmal um 19:00 oder auch um 10:00.. komplett unterschiedlich.
Eigentlich bin ich ja auch ein Gegner von festen Fütterungszeiten.. *G*
Also das ist das mindeste...

LG


Hi Nobody,

Fütterungszeiten sind dort nötig, damit die Pferde nicht unkontrolliert gefüttert werden. Wenn Deine Pferde im Offenstall stehen, solltest Du ihnen auch ganztags Heu anbieten. Bei uns stehen die Pferde jetzt noch auf der Weide und werden nachts aufgestallt - und dann haben wir eine Fütterungszeit, denn zwei Pferde sind futterneidisch und schlagen bei der Fütterung fast ihre Boxen zusammen. Damit im Stall außer dem "Fütterer" keine anderen Leute rumlaufen und Ruhe herrscht, sagen wir die Fütterungszeiten täglich an, es wird nie zur gleichen Zeit gefüttert, aber zwischen 18.00 und 21.00 Uhr. Damit fahren wir seit Jahrzehnten gut und die "Futterneider" müssen ihr Futter nicht auch noch gegen Menschen "verteidigen" - die Ruhe ist einfach größer.

Gruß
July
 

Farina

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Es ist mal wieder so, wie immer: Der Tierschutz ist überfordert, die Pferde werden nicht artgerecht gehalten und gefüttert (!) und alle machen die Augen zu.

Mit Tierschützern habe ich immer so meine Probleme....... Tierschützer kümmern sich zwar um Hunde, die in Spanien Rudel bilden und anscheinend darin auch glücklich sind, Tierschützer sind aber nicht in der Lage zu sagen: Diese Pferde werden nicht korrekt versorgt, deshalb müssen sie weg.

Wenn dem Bauern schon die anderen Tiere durchs Veterinäramt weggenommen wurden, warum dann nicht auch gleich die Pferde?

Es ist und bleibt zum Kotzen! In letzter Zeit habe ich wieder ganz, ganz viel mit Tierschützern zu tun gehabt und ich Blicke da nicht durch. Dass ist alles ein Riesengeschäft und wenns drauf ankommt, wird gar nichts gemacht.

Der Bauer soll den Hengst verkaufen und die Stute als Beistellpferde abgeben und dann hat sich der Fall. Das ist meine Meinung. Stellt Euch außerdem mal vor, der Hengst geht im Frühjahr durch die Zäune, die Nachbarsstute wird gedeckt - wer übernimmt dann die Kosten? Oder ist der Hengst an seiner Nachbarschaft nicht interessiert?????????

Wir haben auch so eine "Dame" auf einer der Nachbarweiden. Die hat zwei Pferde - einen Hengst einen Wallach - und nicht die Kohle den Hengst kastrieren zu lassen. Dieser Hengst ist schon mehrmals durch die Zäune gegangen und hat einiges demoliert. Aber: Es passiert nichts! Wir haben ihr klipp und klar gesagt, dass wenn der Hengst nochmal in unseren Stall eindringt, wir die Polizei holen werden und die werden sich dann wohl drum kümmern müssen, dass das Pferd sicher untergebracht wird.

Dass sind alles so sachen, die mir zum Hals raushängen. Menschen halten Pferde und sind dann auch dafür verantwortlich. Nicht die anderen sind verantwortlich sondern der Halter. Und wenn er nicht mehr dazu in der Lage ist, müssen die Tiere weg.

Wenn Du magst, schicke ich Euch mal einen handelnden Tierschützer vorbei. Ein paar von denen laufen hier zumindest noch rum.

Viele Grüße
July
 

Nobody

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Farina schrieb:
Hi Nobody,

Hallo!

Fütterungszeiten sind dort nötig, damit die Pferde nicht unkontrolliert gefüttert werden.

Erklär mir dann bitte, wie du es machst, wenn sie auf der koppel stehen? Wie willst du besucher in irgendeiner art dran hindern?? Indem du ein Schild aufhängst "Fütterungszeiten einhalten" oder was? *totlach*
Hilft sicher viel.. *rofl*

Wenn Deine Pferde im Offenstall stehen, solltest Du ihnen auch ganztags Heu anbieten.

Ich glaub ich keinn mich auch ein bissi aus, danke! Und sie haben immer Heu, aber dankeschön.

Bei uns stehen die , jetzt noch auf der Weide und werden nachts aufgestallt - und dann haben wir eine Fütterungszeitlagen bei der Fütterung denn zwei Pferde sind futterneidisch und schlagen fast ihre Boxen zusammen.
Damit im Stall außer dem "Fütterer" keine anderen Leute rumlaufen und Ruhe herrscht, sagen wir die Fütterungszeiten täglich an, es wird nie zur gleichen Zeit gefüttert, aber zwischen 18.00 und 21.00 Uhr.

Aber bei dem Problem geht es nicht um euren Stall! Schön wenn eure Pferde das so haben und so machen..
Aber schau mal, die beiden stehen TAG und NACHT draußen, sie sollten eine Raufe bekommen, wo halt immer irgendwie ein Heuballen drin steht. Kraftfutter ist UNNÖTIG, vorallem wenn nix mit ihnen gemacht wird.
Ich versteh nicht, warum viele glauben 2x täglich Heu reicht, aber Kraftfutter muss 3x sein, oder was??
Die pferde stehen nur herum, machen nix, warum also Kraftfutter?

Damit fahren wir seit Jahrzehnten gut und die "Futterneider" müssen ihr Futter nicht auch noch gegen Menschen "verteidigen" - die Ruhe ist einfach größer.

Toll.

Gruß
July

Liebe Grüße
 

Nobody

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Mit Tierschützern habe ich immer so meine Probleme....... Tierschützer kümmern sich zwar um Hunde, die in Spanien Rudel bilden und anscheinend darin auch glücklich sind, Tierschützer sind aber nicht in der Lage zu sagen: Diese Pferde werden nicht korrekt versorgt, deshalb müssen sie weg.

Was haben spanische Tierschützer bitte jetzt damit zu tun?? Hallo??
Ich mein entschuldige, du kannst 100%tig nicht alle einfach so über einen Haufen scheren! :wut1:

Wenn dem Bauern schon die anderen Tiere durchs Veterinäramt weggenommen wurden, warum dann nicht auch gleich die Pferde?
Du weißt nicht warum, oder??


Sorry...

Liebe Grüße
 
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Angelika-Marie

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Liebes Grinseentchen, Farina und Nobody,
bitte, regt Euch nicht gegenseitig weiter auf, liebe Leute!

Reicht doch, dass ich mich schon die ganze Zeit aufgerege.
Also, bei mir ist das so: Ich bin vielleicht zu weichherzig, und deshalb auch im gesetzlichen Sinne nicht immer moralisch korrekt in meiner Sicht, wie mir das bei dieser Sache auffällt.

Nein, ich kenne die Bauernfamilie nicht - ich kenne sie nur von aussen - und vom sich Aufregen der Nachbarn her. ( Weil IMMER Tiere abgehauen sind - z.B. früher die Schweine, die dann bei Nachbar's die Blumenzwiebeln aus den Beeten frassen.)
Die Bauernsleute, Mann und Frau, beide um die vierzig: viel Arbeit - wenig Brot. Viel Müll und Gerümpel auf dem Hof, vier Kinder, das jüngste war schwer behindert und ist vor zwei Jahren gestorben.
Wenn da die Mutter meinetwegen depressiv wird - also ich würde das in ihrer Situation werden - und dann drei Monate ausfällt, bricht der ganze Laden zusammen.
Ich weiss nicht, ob man da von aussen noch unbedingt gesetzlich korrekt 'reinhauen soll. - Das war auch eine meiner Sorge wegen des Tierschutzes.
Nehmen die denen die Pferde weg - weiss ich, ob ich damit diese kleine Familie innerlich nicht noch mehr gefährde? - Ob ihre Zweifel, in dieser Welt klar zu kommen, nicht wachsen werden, und damit ihr tatsächliches Klarkommen behindern? Ob nachfolgender Ehestreit und gegenseitige Beschuldigungen nicht die Kinder gefährden?
Brauchen die Leute vielleicht die Pferde- ihren letzten "Bauernbesitz"-
um sich als "JEMAND" zu fühlen? Bei dem Mädel in der Schule ist das garantiert so, wie ich von anderen Kindern hörte. Die Familie ist arm, nicht sonderlich geachtet, aber das Mädel HAT ein Pferd!
Ich findes das alles NICHT einfach.

Der Besuch des Tierschutzes wird auch den Besuch des Veterinäramtes nach sich ziehen, wie mir der Tierschützer sagte. Bleibt abzuwarten, ob da noch was geschieht, ich vermute - und hoffe fast - nicht. Erstens ist das Statement des Tierschutzes nicht 100% negativ, zweitens sind die Bauersleute jetzt offenbar auch von anderer Seite gewarnt. ( Ich vermute von den Pferdebesitzern auf deren Koppeln sich der Hengst rumtrieb.)
DENN: Der Elekrozaun um die Wiese ist seit heute erneuert und ein ganzes Stück höher gezogen.

Ich werde eine Woche abwarten, bis sich die Sache etwas beruhigt hat, und dann zum Bauern hingehen und ihm meine Hilfe anbieten.
Nach dem Motto: "Schauen Sie, Ihre Pferde sind hier bei vielen Leuten sehr beliebt, wir hätten Lust den netten Viechern ein kleines Weihnachtsgeschenk zu machen - wie wär`s mit drei Ballen Heu?
Dürften die wir Ihnen bringen?"
Ich weiss noch nicht genau, ob das so gehen kann., Aber vielleicht ist damit erstmal ein Kontakt geschaffen.

Ich mache mir auch Sorgen wegen der Hundefrau mit den Kohlrabiblättern.
Vertragen Pferde Kohlrabiblätter???
Wie äussern sich Koliken? - Ich sehe durchaus die Gefahr, dass freundliche Fütterer die Tiere auch krankmachen können.

Mit etwas schwerem Herzen
und Dank für Eure Antworten,
liebe Grüsse,
Geli
:)
 
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