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Rüdenkastration/ Wesensveränderung

Dieses Thema im Forum "Hunde-Gesundheit" wurde erstellt von Minnie, 22 Juni 2004.

  1. Minnie

    Minnie Guest

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    Hallo!
    Mein Hund wurde vor einiger Zeit kastriert mit 8 Jahren. Es war notwendig aus gesundheitlichen Gründen. Die Operation hat er gut überstanden. Mir ist aufgefallen, dass er sich verändert hat. Er frisst seitdem viel besser als vorher und ist ausgeglichener und etwas ruhiger.
    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Wie war bei Euch die Zeit der Heilung? Hat der Hund einen Kragen getragen oder ging es so?
    lG
     
  2. Barracuda

    Barracuda Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    22 August 2004
    Beiträge:
    108
    Geschlecht:
    männlich
    Ort:
    Schweiz
    Kastrierung

    Hallo Minnie

    Ich hab meinen Wolfshybriden mit 9 Monaten kastrieren lassen. Mir wurde zu dieser Aktion von verschiedener Seite geraten. Er hatte kein Problem damit, kratzte sich nicht, frass ganz normal weiter. Als ob er es nicht bemerkt hätte.

    Vom Verhalten her ist er jetzt viel weniger dominant, d.h. er geht weniger auf kleine Hunde los. Nur noch ca. jeder 10te Kleinhund passt ihm nicht und wird "vernudelt" :)

    Ich würde jedoch nie verallgemeinern, ob das Kastrieren von Tieren sinnvoll ist. Ich denke, dass ist von Fall zu Fall verschieden.

    lG, Barracuda und Matuk
     
  3. Mondina

    Mondina Neues Mitglied

    Registriert seit:
    23 August 2004
    Beiträge:
    3
    Hallo Minnie,
    hab zwar keine persönliche Erfahrung, da nur Hündinnen, die nicht sterilisiert wurden.
    Kenne nur zwei Beispiele:
    Eine liebe Freundin hatte ihren Rüden auch erst nach einigen Jahren kastrieren lassen, weil ihm die läufigen Hündinnen (lebten in einer Siedlung außerhalb der Stadt) viel Kraft kosteten und er auch weite Ausflüge unternahm. Außerdem kam es sehr oft zu Kämpfen mit anderen Rüden. Bekam natürlich auch eine Halskrause. Nach der Operation wurde ihr Colli nicht nur mit den anderen "Kastraten" verträglicher, mußte ja auch keine Revierkämpfe mehr bestreiten, häuslicher, verschmuster und liebebedürftiger.
    Mein "Enkelhund" (Hündin einer meiner Töchter) wurde bereits im Welpenalter sterilisiert. Verhaltensänderung wurde natürlich keine festgestellt. Ich bedauerte sie nur wegen der Operation und der Halskrause.

    Ich denke, daß es ein Unterschied ist, ob ein Hund als Welpe kastriert wird - Verhalten noch nicht ausgeprägt - oder erst in Alter von einigen Jahren.
    Die Umstellung ist bei einem älteren Hund sicher etwas langwieriger.

    Die Halskrause - so sehr es der Hundebesitzer bedauert - schützt den Operierten nur vor Infektionen durch Kratzen oder Schlecken an der Wunde - ist einfach notwendig.
    Liebe Grüße
    Mondina
     
  4. Devil2000

    Devil2000 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30 August 2004
    Beiträge:
    37
    Ort:
    Nähe Linz
    Hallo,

    Du schreibst doch, die Wunde ist gut verheilt. Eine Halskrause wird i.d.R. nur dann benötigt, wenn sich der Hund unnötig viel kratzt und aufbeißt. Das Lecken einer Wunde soll normalerweise nicht unterbunden werden.

    Die Wesenänderung ist völlig natürlich, das hängt mit dem Hormonhaushalt zusammen. Bei einem jungen Rüden (zwischen 7 und 9 Monaten) sind die Hormone oft noch gar nicht "eingeschossen", so dass sich das Wesen auch nicht groß verändert. Dein Rüde verändert sich jetzt also, weil der Hormonhaushalt durch die Kastration quasi rückgängig gemacht wird. Das ist natürlich und bei den meisten Menschen auch so gewollt. Du solltest jetzt nur aufassen, dass er nicht zum "Fresser" wird und zu dick wird. Diese Gefahr ist in der ersten Zeit gegeben. Viel Bewegung und gesunde Ernährung und alles ist "in Butter"

    L G

    Devil
     
  5. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 Mai 2005
    Beiträge:
    10.151
    Ihr seid ja alle wech :weinen3: deswegen: *stöberstöber*

    Also ich sehe das Belecken einer Wunde etwas anders. Wenn man bedenkt woran ein Hund so schnuffelt oder überhaupt, mit welchen Dingen er so in Berührung kommt. Keime, Bakterien etc. können so in die Wunde gelangen und unnötig zu Infektionen führen. So würde eine OP oder eine Verletzung bis zur Abheilung ziemlich langwierig werden. Und der Wuff müsste unnötig medikamentös behandelt werden. Das kann man ihm nun wirklich ersparen, indem man ein Auge auf ihn hat - ob per Halskrause, T-Shirt oder sonst irgend welchen Hilfen.

    Debbie gehört zu den Hunden, die auch ständig an eine Wunde dran gehen würde. Wir hatten das Problem, als ihr die Goldkugeln implantiert wurden. Die Wunde an der Pfote war max. nen cm groß. Dadurch das sie ständig dran ging und der damalige TA auch noch sagte, das ist nicht weiter wild, entwickelte sich daraus ein ca. 4 x 4 cm großes Leckekzem... Das Ende vom Lied war, das sie nun doch ne Socke tragen musste und mit Zinksalbe behandelt wurde. Bin nicht Geldknauserig, aber für die Vorstellung deswegen beim TA und die Salbe hätte ich ihr 3 Tüten mit Rinderohren kaufen können. Davon hätte sie definitiv mehr gehabt! ;)

    Grüssli Marie
     

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