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Wie stehen wir zu unseren Tieren?

Dieses Thema im Forum "Warum mit einem Tier leben?" wurde erstellt von Margit, 4 August 2004.

  1. Margit

    Margit Administrator Mitarbeiter

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    Hallo!

    Ich möchte gerne hier ein Thema zur diskussion stellen, das wie ich finde, sehr interessant ist.

    Ich habe hier 2 Beiträge von einem anderen Forum (FN) herkopiert sie wurden geschrieben von Nika (Kontrovers)

    1. Posting von Nika:
    LG Mag
     
  2. Margit

    Margit Administrator Mitarbeiter

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    2. Posting von Nika

    Es ist lang, aber es lohnt sich es zu lesen!

    (Einige Angaben die in dem Posting gemacht wurden beziehen sich nicht auf Tierliebe.at, sondern auf das FN-Forum)

     
  3. Margit

    Margit Administrator Mitarbeiter

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    Hallo Nika!

    Danke für diesen ehrlichen Beitrag!

    Ich bin total begeistert davon hab ihn auch gleich meinem Partner zeigen müssen

    Ja du hast recht ich stimme dir 100 % zu, aber eigentlich bin ich genau so wie du es beschrieben hast, gut ich würde vielleicht nicht jeden Tag in meinem Urlaub zu Hause anrufen und nachfragen ob meine Katze schon "vor Sehnsucht nach mir vergeht", wärendessen sie gerade draussen auf der Terrasse sich sonnt.
    Ich werde allerdings panisch wenn sie nciht zur gewohnten Zeit zuhause ist, und ich habe stets Angst um sie wenn sie draussen ist das ihr etwas zustossen könnte.

    Dein Beitrag hat mir allerdings vorgehalten wie ich meine Katze vermenschliche, und eigentlich ist das erschreckend!
    Wie kommen wir Menschen dazu das Wesen der Katze dem unsrigen gleich zu setzen? Damit will ich nciht sagen das dass Wesen der Katze über unserem steht, oder umgekehrt, ich meine lediglich warum wir nicht die Katzen einfach nur Katzen sein lassen können, als das wir sie wie unsere Anziehpuppe behandeln.

    Ob wir dem Tier damit etwas Gutes tun? Ich weiss es nciht, natürlich sind mir auch die Menschen lieber die vielleicht die Tiere ein wenig zu bemuttern, als die, die vielleicht ihre Tiere schlagen oder schlecht behandeln.
    Nur alles hat seine Grenzen.

    G
    Mag
     
  4. Aisha

    Aisha Sehr aktives Mitglied

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    22 Juni 2004
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    341
    Servus Mag und Nika,

    ich würde die Menschen und ihre Tierliebe in verschiedene Kategorien einteilen.

    Da gibt es die, für die ihre Tiere reine Prestigesache sind. Motto: hat mein Nachbar einen Dackel, brauch ich eine Dogge. Oder diejenigen, die ihre Tiere mit Edelsteinhalsbändern und Designerkleidung ausstaffieren und sie in Hunderestaurants ausführen um sie dann in entsprechendem Outfit zu verheiraten. Gott, ist das krank.

    Oder die Wochenendtierliebenden. Da wird z.B. ein Pferd betütelt und verhätschelt, mit scharfer Zäumung weil doch soooo spritzig, mit harten "Hilfen" sprich ständig klopfendem Schenkel und im Kreuz rutschenden Gewichtshilfen geritten, nach getaner Arbeit vielleicht noch im Pferdesolarium verwöhnt oder an den Stallburschen abgegeben. Dann wird das Tier wieder für eine Woche weggestellt wie ein Traktor.

    Dann sind da die Menschen, für die ihre Tiere Kind- oder auch Partnerersatz sind. Manchmal bewußt, aber auch unbewußt. Partner ist verstorben, Kinder alle außer Haus, der verwöhnte Hund ist fettleibig und kurzatmig, hat auch einige Gebrechen und verschönert dem Menschen noch den Rest der Erdenzeit.
    Passiert dem Tier etwas, ist der Besitzer auch nicht mehr lange auf dieser Welt. Oder umgekehrt.

    Die wahren Tierfreunde sind in meinen Augen jene, die sich bewußt sind, daß auch der gemütlichste Stubentiger zum Löwen wird, wenn er auf eine Maus lauert. Daß ein Tier eben immer ein Tier bleiben wird, mit all seinen Instinkten, Sinnen und seinem Wesen. Und es ist des Menschen Pflicht, die Tiere nicht zu vermenschlichen, sondern ihnen genau das zu ermöglichen. Eben artgerecht und nicht für des Menschen Bedürfnisse zurechgeschnitten, das ist der Weg, den ich für mich gewählt habe.

    Ich habe meine Tiere sehr gern, der "Ranghöhere" aber bin ich, so wie es in der Natur auch ist. Einer muß die leitende Rolle übernehmen, nicht im bösen Sinne, sondern um dem Tier Sicherheit und Vertrauen zu vermitteln. Dann gibt es auch keine Streitigkeiten seitens des Tieres, wenn die Rangfolge geklärt wurde. Es gliedert sich im Rudel Mensch auf dem ihm zugewiesenen Platz ohne wenn und aber ein. Und fühlt sich in "seiner Herde" wohl.

    Ob das jetzt ein Pferd, Hund, oder Katze ist, spielt dabei keine Rolle. Die Regeln in der Natur sind eindeutig. Nicht heute ja, da wir gut drauf sind, morgen ein nein und basta. Artgerechte Konsequenz? Und in meinen Augen macht die Fehler immer der Mensch und nicht das Tier. Wenn wir aus den Fehlern der Tiere aber lernen, ist das der erste Schritt zum besseren Miteinander. Nicht sich ärgern, daß der Hund an der Leine zieht, sondern nachdenken, WARUM zieht er an der Leine, das ist das Ziel. Mein Ziel.

    Liebe Grüße Aisha
     
    1 Person gefällt das.
  5. chernadi

    chernadi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    5 Juni 2004
    Beiträge:
    32
    Hallöchen
    Also ich finde es schon ein bißchen hart jemanden irgendwie als krankhaft zu bezeichnen nur weil er aus dem Urlaub anruft um zu fragen wie es seiner Katze geht. Ich denke derjenige hängt nun mal sehr an seiner Katze.
    Und ich würde höchstens denken, das ist ein Mensch der kümmert sich wirklich um sein Tier. Es muß ja nicht gleich heißen das man damit ein Tier vermenschlicht.
    Außerdem können Tiere einem sehr wohl helfen.
    Als ich im Krankenhaus operiert wurde hab ich mich selbst schon nach 3 Tagen entlassen weil ich mir um meinen damaligen Hund sorgen gemacht habe da mein damaliger Freund nicht sehr verlässlich war.
    Mein Hund hat genau gespürt das es mir nicht so gut ging und war sehr vorsichtig mit mir. Ich konnte nur sehr langsam laufen und er war sehr bedacht darauf mich nicht zu schubsen oder umzurennen wie er es mit seiner sonst so stürmischen Art tat.
    Vor allem wurde ich sehr schnell gesund viel schneller als ich es im Krankenhaus geworden wäre. Denn ich wollte schnell gesund werden damit ich mit meinem Hund wieder besser Spazierengehen konnte.
    Auch wenn ich momentan alleine bin einsam fühle ich mich bestimmt nicht.
    Ich habe selbstverständlich nicht nur meine Tiere um mich und setzte sie den
    Menschen auch nicht gleich.
    Aber egal ob alleine oder Partner man hat immer eine Verpflichtung dem Tier gegenüber , es zu Pflegen, zu füttern, es beschäftigen, erziehen, und dazu braucht man selbstverständlich Zeit, denn wenn ich nicht bereit bin Zeit für ein Tier zu opfern und das auch gerne dann brauch ich mir auch keines Zuzulegen.
    Alles in allem denke ich das jeder Tierhalter eigene Empfingungen seinem Tier gegenüber hat. Der eine Sorgt sich mehr, der andere weniger.
    Man sollte auch nicht die Verurteilen die sagen "ich ziehe mein Tier meinem Partner vor"
    :autsch: Vielleicht hat derjenige es auch nicht anderst verdient. :ironie:
    :winken1: Gruß Claudi & Paul
     
  6. nicki

    nicki Guest

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    :reden: Ein mit dem Herzen denkender Mensch wird schnell bemerken, dass man von einem Tier bedingungslos geliebt und akzeptiert wird. Deshalb wundert es mich überhaupt nicht, dass sich zur Zeit so viele Menschen von ihresgleichen abwenden und ihre Zeit lieber mit den Tieren verbringen. Viele Menschen sind heutzutage oberflächlich, hören gar nicht zu, wenn man was von sich erzählt, labbern einen aber andererseits mir ihren Problemen voll. Dass heute so viele Ehen geschieden werden, hat meiner Meinung nach gar nichts damit zu tun, dass die Haustiere dem Partner gegenüber bevorzugt behandelt werden. Die heutige Welt ist leider sehr materialistisch und vor allem egoistisch orientiert und deshalb auch die vielen Trennungen. In vielen Familien gibt es nämlich gar keine Haustiere, weil keine Zeit dafür ist, bevorzugt wird die hektische Freizeit, alles schnell konsumieren, keine Zeit, etwas zu genießen, von einer Veranstaltung zur anderen hetzen, zu Mittag schnell Verwandte besuchen, dann Nachmittags wieder ein Termin usw.

    Ich kann aufgrund meiner Erfahrungen sagen, dass Tiere in den meisten Fällen die "treueren" Weggefährten sind. Tiere zeigen sehr wohl so etwas wie Dankbarkeit, z.B. als meine Hündin im Jänner dieses Jahres an einer schweren Erkrankung litt und meine Familie und ich sie gepflegt haben, konnte man es an ihren Augen ablesen und auch spüren, dass sie froh und dankbar war, dass wir ihr geholfen haben. Ein Tier steht zu Dir, auch wenn Du krank, behindert oder hässlich bist, die meisten Menschen wenden sich ab, wenn sie mit behinderten Menschen zu tun haben, weil sie damit nicht umgehen können. Tiere haben einen ausgeprägten Instinkt, sie verfügen aber sehr wohl über Gefühle wie Eifersucht, Trauer, Freude und auch Neid (z.B. Futterneid). Wie erklärt man sich sonst die Fälle, wo Tiere ihr verstorbenes Herrchen oder Frauchen suchen, oft kilometerweit laufen; es gab auch Fälle, wo das Herrchen oder Frauchen in der Wohnung verstorben ist und der Hund daneben die Totenwache hielt und schwer vom Verstorbenen wegzubringen war.

    Ich kann nur sagen: Ein Tier hat mich noch nie enttäuscht, Menschen leider schon öfters. Natürlich kann ein Tier das Gespräch mit einem Menschen nicht ersetzen. Die Kommunikation und Auseinandersetzung mit der Umwelt sind für ein persönliches Wachstum unerlässlich. Trotzdem fühle ich mich persönlich wohler und geborgener, wenn es mir schlecht geht und meine Hunde bei mir sind. Menschen nerven mich öfters, sei es durch ihre Launen, durch ihre Sprunghaftigkeit oder Egozentrik. Da kann es schon mal vorkommen, dass ich angespannt und wütend bin und mein Blutdruck steigt. Gehe ich hingegen mit meinen beiden Hunden spazieren, geht es mir gut, beruhige ich mich schnell und sehe ich die Dinge viel gelassener. Ich habe aber auch einen Freundeskreis, dem ich mich gerne widme und die Zeit genieße, wo ich mit meinen Freunden was unternehmen kann. Ich brauche sozusagen beides, wobei ich aber mit Vertrauen bei Menschen äußerst vorsichtig bin.

    Natürlich soll man Tiere nicht vermenschlichen, soll sie artgerecht halten, nicht mit Zuckerln, Schokolade und Schnitzeln füttern, sie auch nicht zu oft baden, weil das ihrer Haut nicht guttut. Wenn man sich ein Tier anschafft, sollte man bedenken, es artgerecht zu halten und sich auch die Zeit nehmen, es zu betreuen. Es genügt nicht, es zu füttern und äußerln zu gehen, Tiere brauchen auch genügend Streicheleinheiten, Zuwendung und Zeit zum Spielen.

    Ich würde sagen, jeder soll so leben wie er möchte. Ich akzeptiere auch Leute, die sagen, sie wollen keine Haustiere halten (Schmutz, Arbeit, Verpflichtung), nur ich persönlich möchte die Erfahrungen, die ich mit meinen Haustieren in all den Jahren gemacht habe, keinesfalls missen. Tiere schenken Geborgenheit, können in vielen Fällen das Gefühl der Einsamkeit lindern, weil man das Gefühl hat, dass man gebraucht wird und es auch Spaß macht, etwas gemeinsam zu unternehmen. Jeden Tag, wenn ich im Büro sitze, freue ich mich schon auf meine beiden Racker, wenn sie mich freudig begrüßen, und mir unendlich viel Liebe und auch Kraft schenken. Ich genieße eigentlich beides: Das Zusammensein mit Menschen, die mir nahe stehen und mit meinen geliebten Haustieren.

    Nicki
     
  7. Sandra21

    Sandra21 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 August 2004
    Beiträge:
    33
    Ort:
    Aspang
    hallo zusammen!

    ich stimme nicki 100%ig zu, auch ich wurde oft enttäuscht, von meiner familie, von freunden, doch noch nie hat mich ein tier enttäuscht, in dieser oberflächlichen welt, wo es nur um statussymbole, markenklamotten, großen autos oder anderen materiellen kram geht, hab ich mein eigenes, kleines reich, wo ich mich zurückziehen kann und wo ich ganz ich selbst sein kann, ohne blöde kommentare!

    das heißt aber nicht das ich die gesellschaft von menschen nicht schätze, nur ich würde nie wieder einen menschen meinen katzen vorziehen! ich weiß, dass meine katzen tiere sind und keine menschen und trotzdem rede ich mit ihnen, ich lache mit ihnen, kurz gesagt, ich bin glücklich mit ihnen :zunge4: , ja, sogar glücklicher als mit einem partner!

    bevor ich meine katze paula hatte, war ich ganz allein, ich hatte zwar damals meinen freund aber ich war trotzdem allein, ich hatte angstzustände und konnte nachts nicht schlafen, seit meine paula bei mir schläft ist alles anders, ich hab weder noch angst noch sonst was, paula hatte das geschaftt, was vorher noch nie jemand geschafft hat, mir die angst zu nehmen und dafür bin ich ihr dankbar, ja, dafür liebe ich sie :liebe: , noch nie war mein leben so schön, angstfrei, nur noch selten hab ich depressive tage und weine, doch wenn meine paula sieht, dass ich weine, kommt sie sofort zu mir um mich zu trösten....

    tiere sind keine menschen, dass weiß ich, doch was sind menschen? gibt es einen unterscheid zwischen uns? wir alle sind bewohner dieses planeten, wir haben nicht mehr rechte nur weil wir bis 10 zählen können! :confused:

    der mensch stellt sich oft auf eine höhere stufe aber ein recht hat er dazu nicht!

    trotzde glg sandra
     
  8. Zuckerwatte4

    Zuckerwatte4 Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    12 Mai 2007
    Beiträge:
    39
    Ort:
    Aachen
    AW: Wie stehen wir zu unseren Tieren?

    nur kurz:

    meine tiere sind mir genau so wichtig wie mein freund und mein kind. da gibt es für mich keinen unterschied im gegenteil meine tiere werden jenachdem sogar vorgezogen. aber das ist ja jedem selbst überlassen.

    lg Jenna
     
  9. Katzenfan08

    Katzenfan08 Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    13 April 2007
    Beiträge:
    20.596
    Ort:
    Hessen
    AW: Wie stehen wir zu unseren Tieren?

    Ich teile die Meinung von Nicki und Sandra ebenfalls.
    Tiere sind keine Menschen, aber sie haben häufig mehr menschlichere Züge als ein Mensch. Meine Tiere schenken mir bedingungslose Liebe und nehmen mich so wie ich bin. Ein Partner möchte einen doch gelegentlich verändern.
    Ich habe eine sehr großen Freundeskreis, welcher mir genauso wichtig ist wie meine Tiere.

    Katzenfan08
     

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