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Wie werde ich TIERPSYCHOLOGE?

Dieses Thema im Forum "Tiere Allgemein" wurde erstellt von sweetjulia, 1 Juli 2005.

  1. sweetjulia

    sweetjulia Neues Mitglied

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    1 Juli 2005
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    Hallo,
    da ich gerne mit Tieren zusammenarbeite würde ich sehr gerne Tierpsychologin werden. :hase: Weiss jemand wie man zu dieser Ausbildung kommt, wo sie stattfindet und wie lange diese dauert? :jump:
    Ich komme aus Österreich, um genauer zu sein aus NÖ, vielleicht hat jemand einen Tipp, würde mich sehr darüber freuen! :hamster:

    lg
    Julia
     
  2. Sinaa

    Sinaa Sehr aktives Mitglied

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    Huhu Sweetjulia

    Guckst Du hier....http://www.tierpsychologie-online.de/
     
  3. sweetjulia

    sweetjulia Neues Mitglied

    Registriert seit:
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    2
    Ja, aber das ist ja für Deutschland, wie schaut es in Österreich aus? :engel1:
    lg
    Julia
     
  4. Sinaa

    Sinaa Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Kelkheim
    Na da musste mal nen bissel googeln und Östereich eingeben.......
     
  5. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Julia,

    Du kannst auch über eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker (Tierhomöopathen)Tierpsychologin werden. Oder natürlich auch so. Sieh mal hier www.atn-ag.ch

    Gruß Marie
     
  6. Farina

    Farina Sehr aktives Mitglied

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    Genau, die ATN bietet Fernstudiengänge an - Du bekommst die Unterlagen aus der Schweiz zugesandt und füllst Aufgabenbögen aus - nachdem Du das jeweilige Unterrichtsmaterial durchgearbeitet hast.

    Ich habe auch ein Diplom ATN im Bereich Tierpsychologie, Schwerpunkt Pferd, weil ich mit Pferden seit meiner Kindheit zu tun habe, ich denke, dfe Ausbildung bei der ATN vermittelt ein fundiertes theoretisches Wissen, es nutzt aber nichts nur gerne mit Tieren zu arbeiten, man muß ein gutes Fundament haben. Z.B. habe ich eine Ausbildung als Pferdewirtin gemacht und bin Bereiterin und Ausbilderin. Außerdem habe ich immer eigene Pferde gehabt und konnte täglich ihr Verhalten "studieren" und auch ihren Lebensraum erkunden. Es ist schon sehr wichtig, dass Du entsprechende Erfahrungen mitbringst.

    Ich habe von einem Studium im Bereich Hunde und Katzen abgesehen, obwohl man als Studiengang auch alle drei Tiere - also Hund, Katze, Pferd - studieren kann. Aber, es gibt soviele tolle Hunde Trainer in Deutschland und der Schweiz die wirkliche Verhaltensforschung betrieben haben und sich über Jahrzehnte mit Hunden auseinandergesetzt haben, dass ich den Vorsprung niemals hätte aufholen können - obwohl ich auch immer Hunde hatte. Diesen Bereich zu erarbeiten, ist schwierig.

    Die Studiengebühren bei der ATN und auch bei der Open University London, die den Studiengang auch anbietet, sind nicht gerade billig. Hätte ich nicht schon vor meinem Studium mit Pferden gearbeitet, hätte ich aufgrund des Studiums bestimmt keine Neukunden bekommen - der Markt ist satt. Die Ausbildung hilft mir insofern, dass mir viele Sachen klarer geworden sind, im Bereich Ethologie, Verhaltensbiologie usw.

    Das Studium hat mir Spaß gemacht.


    Gruß

    July :winken1:
     
  7. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

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    Hallo July!

    Du hast mich neugierig gemacht und ich würd Dich gern mal ein wenig "löchern". Hoffe es ist ok?

    Also Du schreibst, die Open University London bietet den Studiengang des Tierpsychologen an. Kann man dort auch "nur" Hundeverhalten studieren (auch als Fernstudium) oder allgemein nur den Bereich Hund?

    Die University ist ja nun in London und die nächste Frage die sich mir stellt, ist, in welcher Sprache der Lehrstoff vermittelt wird - in englisch oder auch in deutsch?

    Und Du schreibst
    Meinst Du damit speziell den Tierpsychologen oder auch den Tierheilpraktiker/Tierhomöopathen?

    Lieben Gruß Marie
     
  8. Farina

    Farina Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Hallo Marie 4,

    an der Open Univ. Ldn. kann man den Bacheloer of Veterinary Science machen, d.h. man beschäftigt sich mit dem Bereich Verhaltensforschung kann sich aber speziallisieren auf Hund, Katze, (Maus), Pferd.

    Genau wie bei der ATN, die dieses Prinzip anscheinend übernommen hat.

    Die Open Univ. bietet Fernstudiengänge an - auf Englisch. Die Praktikaregelung ist unterschiedlich - bei der ATN kommt man ohne Praktika aus, zumindest im Bereich Pferd. Was ich für ungut halte. Es gibt Leute, die haben noch nie ein Pferd life erlebt und machen diesen Studiengang - paradox.

    Der Markt im Bereich Tierpychologie - wozu ich auch die selbsternannten zähle, ist satt. Überall bieten sogenannte Tierpsychologen, die bestimmt kein Studium absolviert haben, Tierkommunikatoren, die keene Ahnung von Hund und Katz haben und andere Therapeuten ihre Hilfe an. Es ist für den Otto-Normalverbraucher sehr schwer, den geeigneten Mann die geeignete Frau zu finden. Ich denke, seriöse Trainer, die sich einen Namen in der jeweiligen Szene gemacht haben, werden von den Hunde- und Pferdehaltern nach wie vor angefordert. Also z.B. Martin Rütter im Bereich Hundepychologie - der hat auch an der ATN studiert - oder Herr Bloch im Bereich Hundetraining, der sein Leben den Hunden verschrieben hat.

    Dann gibt es noch so Leute im Pferdebereich wie Andrea Kutsch, einer Schülerin von M. Roberts, die zwar Tierpsychologie an ihrer Akademie unterrichtet - davon aber keinerlei Ahnung hat und auf gezielt gerichtete Fragen keine Antwort geben kann, mit ihren blonden Haaren und ihrem steten Grinsen, viel Kohle scheffelt und den Pferden nicht wirklich hilft.

    Es gibt in diesem Bereich viele, viele Scharlatane.

    Im Bereich Homöopathie verhält es sich auch nicht anders. Jeder kann sich ein Buch durchlesen und sagen: Haaaa! Nun habe ich meine Bücher durchgearbeitet und bezeichne mich als Naturheilkunlder.

    Der Studiengang für Homöopathie dauert an der ATN mind. 3 Jahre und ist richtig teuer. Auch an anderen Schulen muß man für den Abschluß viel tun und viele Erfahrungen sammeln. Deshalb bin ich immer skeptisch wenn die Leute "auftischen".

    Löcher mich ruhig.

    July
     
  9. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

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    Liebe July,

    hab ganz lieben Dank für Deine ausführlichen Informationen.
    Ja, dann kann ich mir etwas darunter vorstellen. Habe von verschiedenen Institutionen, darunter auch die ATN, Informationen zu den verschiedenen Studiengängen. Die Open University hätte mich jetzt auch sehr interessiert (da international), aber da endets auch, weil dafür mein Englisch nicht ausreicht. Nun gut, daran kann man ja was ändern.

    Absolute Zustimmung!!! Das nur so nebenbei.

    Das der Markt übersättigt ist, habe ich zwar vor kurzem im Punkto THP anders gehört, da ich mich aber mit der Materie nicht genug beschäftigt habe, kann ich dazu nichts sagen. Glaube es Dir aber, denn Du kommst ja aus dem Bereich.

    Ja, dadurch haben wir ja so viele Schwarze Schafe - die sog. "Selbsternannten".. Theorie und Praxis unterscheiden sich jedoch bei weitem! Kenne einen Hundetrainer - aber ich glaube an die Gerechtigkeit und tatsächlich laufen ihm die Kunden weg! In meiner Region kenne ich nur einen wirklich guten Hundetrainer und der hat sein Fach studiert/gelernt - also eine richtige Ausbildung mit Theorie und Praxis.

    Ja, Herr Bloch ist mir im Hundewesen bekannt - und auch der Eric Ziemen hat im Bereich Hund/Wolf ne Menge erarbeitet. Die beiden, bzw. jetzt ja wohl nur noch der Hr. Bloch wenn ich es richtig erinnere, bietet auch eine Hundetrainerausbildung an.

    Hmmm, großer "Fehler" *grins*, darauf komm ich mit Sicherheit nochmal zurück!!!

    Lieben Gruß Marie
     
  10. Grinseentchen

    Grinseentchen Sehr aktives Mitglied

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    Mittelpöllnitz/Thür.
    Hat zwar nix mit dem Thema zu tun, aber Marie, du bist ja jetzt ein richtiger Zitiermeister geworden. :jump1: :umarm: :jump1:

    ...so ähnlich zum Thema:

    Ich persönlich wäre gern Dr Dolittle. :rolleyes:

    (ist bestimmt falsch geschrieben, hatte nie englisch, hoffe aber ihr wißt, wen ich meine)
    liebe Grüße Alex
     
  11. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

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    Morgen Alex,

    naja, das einfache zitieren klappte schon - doch wie man in einem Bericht mehrere namentlich zitieren kann ("Zitat von Grinseentchen" etc.) wusste ich auch noch nicht. Du siehst, es sind nicht alle perfekt. Und ich glaube das kann man auch nicht sein. Ich find's aber total schön, dass man hier so gemütlich schnökern kann und dabei auch noch was lernt!!!

    Lieben Gruß Marie
     
  12. Farina

    Farina Sehr aktives Mitglied

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    bei Köln
    Liebe Marie,

    wir haben im "Nachbarstall" eine Frau, die vollbringt echte Wunder als THP. Sie hat eine Ausbildung an der ATN gemacht um ein Diplom vorweisen zu können, hatte sich aber schon seit Jahrzehnten mit der Homöopathie beschäftigt. Ich habe mir ihren Rat geholt, weil ich eine Ponystute habe, die Dämpfig ist. Vergleichbar mit Asthma. Ich habe dieses Pferd von einer Bekannten übernommen, der die Tierarztkosten über den Kopf wuchsen usw. eine blöde Geschichte.

    Auf alle Fälle hat der Tierarzt mit Sicherheit sein Bestes gegeben und wir sind so verblieben, dass jetzt nur noch sanft behandelt wird und deshalb habe ich mich für diese Tierheilpraktikerin entschieden. Ich selber studiere Tiermedizin und möchte zusätzlich eine THP Ausbildung machen. Dem Pony geht es unter der homöopathischen Behandlung soweit gut. Sie bekommt Arzneimittel zur Schleimlösung und Entgiftung und sie war fast den ganzen Sommer Beschwerdefrei und agil. Im Notfall bekommt sie dennoch ein Asthma-Spray, allerdings aus der Humanmedizin - das mußten wir 2 x diesen Sommer anwenden, ein guter Durchschnitt wenn ich bedenke, dass das Pferd im vergangenen Winter alle 3 Tage gespritzt wurde.

    Diese THP hat mich auch (fast) von Bachblüten übezeugt. Mit deren Hilfe haben wir eine Situtation, die auf der Pferdeweide zwischen zwei Pferden entstand und sich drohte aufzubauen, entschärft.

    Auch bei Verletzungen des Bewegungsapparates habe ich mit Homöopathischen Arzneimitteln gute Erfolge erzielen können - aber immer mit der Hilfe der THP. Unser behandelnder Tierarzt wird auch immer offener für dieses Thema, weil er einbezogen wird und weil seine Diagnose an 1. Stelle steht. Ich denke, die Kombination machts.

    Mein Studium der Tierpsychologie hat mir insofern auch viel gebracht, als ich mich wirklich zu dem weiteren Entschluß durchringen konnte, d.h. mein Studium Tiermed. anzuschließen. Es wird zwar etwas länger dauern,weil ich ja auch noch ein Kind und Job und Reitstall habe, aber, irgendwie wirds schon werden. Das 4. Sem. beginnt jetzt bald und ich freue mich schon drauf.

    Wenn Dier die Ausbildung am Herzen liegt, Marie, machs. Stürz Dich rein. Und wenn Du den Beruf später mit Enthusiasmus und Liebe ausführst, ist "der Markt" für Dich bestimmt offen.

    Alles Gute
    July
     
  13. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
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    Guten Morgen July!

    Grundsätzlich habe ich nichts gegen Naturheilmittel - im Gegenteil, auch ich finde, das sich mehr auf die Natur besinnt werden sollte. Sehr oft sind mir Tierärzte untergekommen, die beim kleinsten Anlass Antibiotika spritzen oder Chemie in anderer Form verabreichen. Da ich jedoch nicht der Fachmann bin, blieb mir bisher nichts anderes übrig, als es kritisch hinzunehmen. Mir missfiel es sehr (und es tut es noch immer), das ich irgendwo eine Marionette zwischen Tierarzt und meinem Hund war/bin. Ich musste in den vergangenen Jahren mehrfach tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und leider wurde mehr rumgedoktert, als das mein Hund wirklich fachkompetent behandelt wurde. Es konnten keine richtigen Diagnosen gestellt werden, stattdessen hörte ich immer wieder "wenn das Medikament nicht hilft, dann probieren wir dieses."... Erst liess es mich verzweifeln und dann machte es mich wütend. Mein Hund wurde lange Zeit von einer renommierten Klinik (sollte man zumindest meinen)hier in Niedersachsen behandelt. Als Notfall kamen wir während der Weihnachts-Feiertage in die Klinik und man stellte mich als hysterisch hin. Warum? Weil man zwar eine fadenscheinige Diagnose hatte, es aber kein Medikament bisher gab, was meinem Hund geholfen hat. Letztenendes kam es zum Streit und ich wurde des Zimmers verwiesen...

    Diese ganze Geschichte veranlasste mich, mir gezielt Informationen über verschiedene Krankheitsbilder einzuholen. Nach wie vor stand aber im Vordergrund einen kompetenten Tierarzt zu finden. (Es führte durch Halb-Deutschland.) Um mich auf diese Gespräche vorzubereiten, las ich veterinärmedizinischer Fachbücher. Und erst dadurch bekam ich Einblicke in die Materie und es war mir möglich, einige Dinge zu hinterfragen oder den Tierarzt spüren zu lassen, das ich mich nicht (mehr) mit Medikamenten abspeisen lasse.

    Ich lernte 2 Tierärzte kennen die auf Naturheilbasis behandelten. Doch zum einen brachte es leider ebenfalls keinen Erfolg und ich lernte daraus, dass bestimmte Krankheitsbilder nicht ausschließlich mit Naturheilmedizin behandelt werden können. Durch diese Erfahrung erhielt ich jedoch erstmal auch ein Negativbild von Naturheilpraktikern und stehe dem in einigen Punkten ebenfalls kritisch gegenüber. Habe mich aber soweit revidiert, sodass ich mich Deiner Meinung "die Kombination machts" anschließe.

    Mein Interesse am THP ist in diesem Sinne also nicht beruflicher Natur, sondern vielmehr der, dass (mal allg. gesagt) Einblicke in die tiefere Veterinärmedizin vermittelt wird. Labordiagnostik, Krankheitsbilder und deren klassische schulmedizinische Behandlung in Gegenüberstellung der alternativ Behandlung. Darüber hinaus verhält es sich ebenso mit der Hundepsychologie. Beruflich denke ich wie Du (wenn ich Dich richtig verstanden habe), dass es genügend echte Fachleute gibt - man muss sie nur finden! Trotzdem finde ich Deine motivierenden Worte sehr schön, Danke!

    Ja, Tiermedizin umfasst 6 oder 8 Semester soweit ich es erinnere. Ein wirklich langer Weg, aber ich finde, für Deine bisherige berufliche Konstellation ist es der "krönende" Abschluss. Mehr geht doch gar nicht mehr und Patientenbesitzer können sich beruhigt auf Dich verlassen. Toll, finde ich echt gut! Könnte man glatt neidisch werden...hihi.

    Lieben Gruß Marie
     
  14. Farina

    Farina Sehr aktives Mitglied

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    Hallo Marie,

    das stimmt schon. Meistens durchlebt man eine Odysse, bevor man den richtigen Tierarzt findet. Ich hatte mal einen Hund der hatte Kissing-Spines. Mir wurde von 4 Tierärzten gesagt, dass der Hund nicht mehr zu retten sei - allerdings ist das inzwischen auch schon 10 Jahre her, die Behandlungsmethoden haben sich seither geändert. Auf alle Fälle habe ich diesen Hund einschläfern lassen, weil mir immer wieder suggeriert wurde, dass es besser für das Tier sei. Dieser Hund wurde nur 8 Jahre alt.
    Eine Freundin von mir hatte ein paar Jahre später einen Hund mit derselben DIagnose. Sie traf auf einen engagierten Tierarzt, der ihr jede Menge Tips zur Behandlung dieses Hundes gab und dem Hund gehts gut. Ich hätte mir eine solche Beratung damals auch gewünscht. Leider lief es für meinen Hund nach Schema F ab. Heute würde ichs anders machen.

    Ich gebe Dir Recht, eine ausschließlich naturheilkundliche Behandlung kann ich für mich und meine TIere auch nicht annehmen. Für mich ist der Mittelweg der richtige.

    Vor einiger Zeit hatte ich eine "lustige" Begegnung mit einer THP. Sie kam zu uns auf den Hof um das Pferd einer Freundin zu behandeln.

    Ich habe einen Appaloosa - der hat ein braungetupfeltes Gesicht, die "braune Farbe" verläuft Richtung Hals und schließlich endet sie und das Pferd wird weiß sieht aus wie ein "Kakaopferd mit Sahnehaube" (die Bezeichung hat mal ein kleiner Junge gesetzt). Auf alle Fälle stand mein Pferd neben dem zu behandelnden Pferd. Zudem haben die Appaloosas "Menschenaugen", die Augen sind also nicht komplett dunkel wie bei anderen Rassen. Diese THP guckte sich das Pferd meiner Freundin an und lünkerte immer ganz irritiert zu meinem Appaloosa rüber, bis ich sie fragte, was denn sei. Uns sie meinte: "Der muß aber unbedingt gegen sein Ekzem behandelt werden was er im Gesicht hat..." Sie meinete die "braune Farbe" im Gesicht, die mit weißen Stichelhaaren durchzogen ist..... "außerdem scheint er eine Augenentzündung zu haben" (die Menschenaugen). Ich habe lauthals losgelacht und meine Freundin meinte dann "Das ist ein Appaloosa, der hat so eine Färbung." Die THP strich meinem Pferd über das gesicht und war weiterhin felsenfest davon überzeugt, dass er krank ist. Es war einfach nur grotesk. Sie hätte spüren müssen, dass das Fell glatt anliegt, dass keinerlei wunde stellen am Kopf waren, dass die Augen klar sind usw. Die Dame hat den Hof dann auch schnell verlassen und wir wunderten uns, warum sie meiner Freundin so warm empfohlen worden war. Dass sind nunmal die Leute, die sich irgendwie in die Szene mogeln und von nix ne Ahnung haben. Schlimm!

    Ich denke, dass Deine Motivation eine THP Ausbildung zu machen, in erster LInie die richtige ist. Du möchtest Dich weiter in die Materie einarbeiten und ob Du später einen Beruf drausmachst bleibt Dir überlassen. Die Hauptsache ist, dass Du als Tierhalter nicht mehr so hilflos dem Urteil der Vets gegenüberstehst sonder argumentieren kannst.
    Klasse!

    July
     
  15. Marie

    Marie Sehr aktives Mitglied

    Registriert seit:
    31 Mai 2005
    Beiträge:
    10.151
    Ohweh, das muss ja aus Sicht der THP sowas von Blamabel gewesen sein... Die Frage die sich mir aber stellt, ist dieselbe wie die Eure: Empfohlen??? Doch mit Sicherheit nicht wegen ihrer Fachkompetenz! Bei Euch ist dies nochmal gut gegangen, doch finde ich es sehr fatal, dass diese Frau auf die Tiere losgelassen wird! Normalerweise müsste man sie aus dem Verkehr ziehen, nicht das sie anderen Tieren noch schadet und deren Besitzer das Geld aus der Tasche zieht. Vor allem aber ist SIE eine der vielen, die den Beruf des THP's ganz schön in den Dreck zieht! Mann oh mann, da sträuben sich ja einem die Nackenhaare...

    Der Heilpraktiker hat sich ja mit "Ach und Krach" als anerkannter Beruf durchgesetzt, der Tierheilpraktiker hingegen muss sich in Deutschland noch etablieren. Es gibt einige Koriphähen (ganz sicher falsch geschrieben) in diesen Gebieten - die Gesellschaft ist aber diejenige, die ihnen Vertrauen und Anerkennung schenken muss. Das geht aber nur, wenn Scharlatane und die Selbsternannten (Tier-)Heilpraktiker nicht dazwischen pfuschen und ein Negativbild hinterlassen.

    July, Kissing Spines sagt mir überhaupt nichts. Da Du aber schreibst, dass Du Deinem Hund damals noch nicht helfen konntest, vermute ich mal, das es eine ernste Erkrankung ist und die Medizin wahrscheinlich auch noch nicht so weit ist (wie z. B. auch bei der Diagnosestellung Borreliose) um gezielt und sicher
    behandeln zu können. Kannst Du etwas über diese Krankheit schreiben?

    Lieben Gruß Marie
     
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