Clickertraining?

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Marie

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Hallo Robyn!

Tja, wie soll ich sagen? Clickern ist wohl eine Methode, die ihren boom wahrscheinlich erst noch hat. Ich finde, sie ist die beste Möglichkeit mit seinem Tier zu arbeiten. Mein Hund hat noch nach der "alten" Methode gelernt, würde aber in Zukunft auf's Clickern umsteigen. :)
 

Robyn

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es ist nie zu spät!

man kann auch einen alten hund noch mit dem clicker trainieren! da bleiben sie auch geistig fit und haben noch eine aufgabe. das kann auch was ganz kleines sein, wo er nicht mal mehr gut zu fuss sein muss.

hab hier noch ein paar links gesammelt:

http://www.petfinder.at/hunde-schule.at/index.htm (das ist unser trainer)
http://www.clickersolutions.com/articles/2002b/rotties.htm
http://www.vierpfotenshop.de/out/oxbaseshop/html/0/dyn_images/0/clicker_fl.pdf
http://www.petfinder.at/cd/forum/viewforum.php?f=5

nachdem ich auf der uni viel über lerntheorie hatte, weiss ich auch dass es kein "schmarrn" ist!

mal sehen, ob es mir gelingt, diese theorie in die praxis umzusetzen!

LG Robyn
 

Marie

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Morgen Robyn!

Lerntheorien an der Uni? Welches Gebiet studierst Du oder hast studiert?

Jepp, Hunde lernen in jedem Alter! Und sie lernen auf die verschiedensten Arten. Klassische Koditionierung, Lernen von bedingter Appetenz, von bedingter Aktion (auch instrumentelle Konditionierung oder operantes Lernen genannt), bedingter Aversion, bedingter Hemmung, Abstraktion und "einsichtigem" Verhalten. Hierzu schrieb Frau Feddersen-Petersen sehr ausführlich in dem Buch "Hundepsychologie - Wesen und Sozialverhalten".

mal sehen, ob es mir gelingt, diese theorie in die praxis umzusetzen!
Genau da liegt der Punkt! Die Umsetzung muss gelingen und das punktuell und einem speziellen Auge/Einfühlungsvermögen! Nichts ist schlimmer, als den Hund falsch zu konditionieren!

Grüssli Marie
 

Robyn

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clickern

ebenfalls guten morgen, marie!
hey toll dass hier noch wer ist, der sich damit auseinandersetzt! clickerst du?
erzähl doch mal von deinen erfahrungen!!! bitte!
ich habe einen trainer gefunden (siehe links in vorherigen postings).
ich habe psychologie studiert. daher kenn ich es. wegen der praktischen umsetzung: ich denk schon dass das zu schaffen ist. wir machen schon trockentraining (wegen des timings) und waren auch schon bei dem trainer zwecks theoretischer einführung. wir haben auch noch eine praxis-einheit bevor wir ronja holen. ich denk dann kriegen wir es hin. gefährlich ist es vermutlich, wenn man zu faul ist, sich mit der theorie auseinanderzusetzen und man fängt halt "irgendwie" zum clickern an.
schönen tag noch,
Robyn
 

Angelika-Marie

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AW: Clickertraining?

Hi Robyn, hallo Ihr's:)

Clickertrainig bedeutet, dass man jede zunächst zufällige Übereinstimmung
des Tierverhaltens mit dem Willen des Besitzers per Geräuschsignal lobt und zur Bekräftigung ein Leckerlei verabreicht. Hund/ Katze wird dabei auf ein Geräuschsignal konditioniert.
Ertönt es - fühlt sich ein trainiertes Tier wunderbar bestätigt - ertönte es nicht, na, auch gut.

Ich mache kein Clickertrainig, weil es einfach die Intelligenz des Tieres auf Futterempfang per Konditionierung herabsetzt.

Hunde können erwiesenermaßen menschliche Worte verstehen - warum sollte ich ihnen diese über Jahrtausende erworbene Fähigkeit "abclickern"?

Darüber hinaus:
Es reicht zur Hundeerziehung die menschliche Stimme, man kann auch bestätigend in die Hände klatschen, mit den Fingern schnippen und zum Rufen pfeifen.
Der Mensch hat an Geräuschen einiges schon vorrätig. Er braucht nicht noch ein kleines Objekt ( Clicker) in seiner Hosentasche mitzuführen, mit dem er den Hund bei der Konditionierung hält. Er kann es mit den Möglichkeiten seines eigenen Körpers selber machen. Das heißt: alle Kletter- und Turnübungen kann der Mensch mit einem Fingerschnippen oder Händeklatschen selber konditionieren - wenn er dies nun unbedingt will - ohne auf das Vorhandensein oder das Funktionieren eines käuflichen Objektes angewiesen zu sein. - Und bei einem bestimmten Signal ( Klatschen, Schnippen, "Fein-rufen") - genau so gesetzt wie der Clicker, gleichfalls Leckerlies verteilen. Und dabei das gleiche Ergebnis erzielen.

Aber will ich überhaupt konditionieren, oder will ich ein intelligentes Tier?
Für netten "Sport" eignet sich ein Konditionierungstraining sicherlich.
Aber was ist darüber hinaus?

Hunde sind durchaus in der Lage auch kombinierte Sätze zu verstehen, in denen zwei und mehr Aussagen drinstecken. Beispiel: Hund nach Ausflug bei recht heißem Wetter im Auto, er will aussteigen beim Anhalten zu Hause, während der Mensch nur schnell reinspringen will, etwas Geld zu holen. Satz: "Warte hier, mach Platz, wir gehen noch einkaufen."
Für meinen Hund ist " einkaufen" schön, er weiß, da geht es in Läden, er trifft Menschen die er kennt, er kriegt Leckerlies.
Also will er trotz Hitze überhaupt nicht mehr aussteigen, macht "Platz" und wartet geduldig, bis ich mit der gefüllten Börse wiederkomme.
Wie kann man so was je durch Clickertraining erreichen? Meiner Meinung nach: gar nicht.

Alles Liebe
Geli
 

Marie

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AW: Clickertraining?

Hallo Andrea! :)

Habe hier eine vielleicht interessante Seite für Dich: Clickern
Hunde lernen auf die verschiedensten Arten - wie auch wir Menschen. Es gibt 4 Möglichkeiten Hundeverhalten zu beeinflussen und zwar über

- positive Bestärkung (etwas gutes beginnt)
- positive Bestrafung (etwas schlechtes beginnt)
- negative Bestrafung (etwas gutes hört auf)
- und negative Bestärkung (etwas schlechtes hört auf)

Der Clicker ist eine Möglichkeit, aber Motivation ist hier das Schlüsselwort. :)

Liebe Grüsse Marie
 

Marie

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AW: Clickertraining?

Achso, vielleicht mal ein Beispiel aus der Praxis. Die Internetseiten sind ja ganz nett zu lesen, aber halt alles Theorie.

Vorab, Debbie und ich haben nicht geclickert, aber meine Pfeife in Bezug auf das Jagen beinhaltet daselbe Prinzip: Geräusch ertönt, Hund verbindet etwas tolles damit, zeigt erwünschtes Verhalten und bekommt dafür eine Belohnung.

Debbie ist begeistert wenn sie grossem Wildgetier hinterher fetzen kann :D - ich hingegen finde das absoluten Mist. Natürlich kann ich mich jetzt hinstellen und schreien und versuchen Debbie zurück zu rufen, doch dieser Augenblick des Abrufens ist der Wichtigste und sollte möglichst unkompliziert ablaufen.

Der Zeitpunkt ist das Entscheidende. Je später, desto weniger erfolgreich werde ich sein. Was rufe ich: "Debbie Nein, komm zurück"...
=> es sind 2 Kommandos hinter einander und wenn etwas lauter gesprochen wird, neigt man dazu die Worte in die Länge zu ziehen. ("Deeeebbiee Neeeein, komm zuuuurück")
=> welche Emotionen stecken in meinem Geschrei (Ärger? Sorge?) Keine gute Motivation damit Debbie zurück kommt!
=> Und zu guter Letzt: ich rufe Debbie öfters so und für mich ist dies eine Standardsituation, die nicht immer belohnt wird.

Ich möchte aber gerade in dieser Situation Debbie motivieren das sie zu mir zurück kommt - es soll sich für sie lohnen! Daher habe ich sie auf die Pfeife trainiert - Pfeife = Leckerli.

Kennst Du den Pawlowschen Hund? Genau das ist es. :)

Liebe Grüsse Marie
 

Angelika-Marie

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AW: Clickertraining?

Ja, ist doch eine gute Sache mit Deiner Pfeife, Marie!
Pfeife = Leckerli = Super!

Ich mache es bei "Komm" mit in die Händeklatschen. Egal ob im Wald oder auf dem Parkplatz, egal ob Tag oder Nacht , und habe immer wieder die erstaunten Kommentare von anderen Leuten, die noch rufen müssen: "Ihr Hund hört aber gut!"
 

Angelika-Marie

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Hi Andrea, :)

ich glaube, das macht Marie auch nicht daheim, sondern in Wald und Flur. -Eben wegen des Jagens. Schätze mal, daheim ruft sie.

Das mit dem Händeklatschen ist eine gute Sache.
Und zwar hat es sich daraus entwickelt, dass ich Bonnie, immer wenn sie aus dem Garten wieder hereinkam, oder von sich aus zu mir hinkam, mit begeistertem Händeklatschen und überschwenglichem Lob empfangen habe. - Anfangs bin ich auch aufgestanden und habe ein Leckeli geholt.
Na, und dann ging es ganz schnell, dass sie auf Klatschen kam. Und zwar SOFORT.
Und das ist praktisch. Während andere noch rufen und vorher Atemholen müssen, habe ich bereits in die Hände geklatscht = Hund macht wie automatisch in der Bewegung kehrt - und kommt freudig angesprungen.
Das erscheint manchen Hundebesitzern oft verblüfft wie Zauberei.

Aber sie ist sowieso ein unheimlich lieber und inzwischen auch fast unheimlich folgsamer Hund.

Liebe Grüße,
Geli
 

Marie

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AW: Clickertraining?

...bin aber Frühaufsteher und würde wahrscheinlich am 3. Tag schon ärger mit sämtlichen Nachbarn bekommen :jump1:
*lach* Nein Andrea, daheim nehm ich die Pfeife nicht. :jump1:

Das mit dem Händeklatschen ist eine gute Sache.
Und zwar hat es sich daraus entwickelt, dass ich Bonnie, immer wenn sie aus dem Garten wieder hereinkam, oder von sich aus zu mir hinkam, mit begeistertem Händeklatschen und überschwenglichem Lob empfangen habe. - Anfangs bin ich auch aufgestanden und habe ein Leckeli geholt.
Na, und dann ging es ganz schnell, dass sie auf Klatschen kam. Und zwar SOFORT.
Und das ist praktisch. Während andere noch rufen und vorher Atemholen müssen, habe ich bereits in die Hände geklatscht = Hund macht wie automatisch in der Bewegung kehrt - und kommt freudig angesprungen.
Das erscheint manchen Hundebesitzern oft verblüfft wie Zauberei.
Super Geli! :) Auch ein schönes Beispiel für Geräuschkonditionierung! :)
 
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atoronja

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Lui und ich werden schon noch das richtige für uns finden :) bis jetzt kommt er aber immer wenn ich rufe .Da der kleine Kerl ist eine Woche bei mir ist bin ich darüber schon zufrieden :)
 
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